Lehrerin schockt mit Thesen zu Terror-Anschlag in Wien

An dieser Neuen Mittelschule in Wels unterrichtete die beschuldigte Lehrerin
An dieser Neuen Mittelschule in Wels unterrichtete die beschuldigte LehrerinMatthias Lauber
Der Verfassungsschutz ermittelt gegen eine Pädagogin aus Wels (OÖ), die mit wirren Verschwörungstheorien zum Terror-Anschlag in Wien auffällig wurde.

Nachdem die nun unter Verdacht stehende Lehrerin einer Neuen Mittelschule in Wels gegenüber Kollegen und in den Sozialen Netzwerken teils völlig wirre Aussagen zu dem abscheulichen Anschlag Montagabend in der Wiener Innenstadt getätigt hatte, beschloss die Schulleitung zu handeln. Der Fall wurde der Bildungsdirektion gemeldet, die laut "Kronen Zeitung" umgehend Anzeige erstattete. Jetzt ermittelt der Verfassungsschutz!

Die Frau soll dem Bericht zufolge die These aufgestellt haben, dass der Anschlag nur inszeniert gewesen sei. Medien und Politik hätten diesen gesteuert, damit man jetzt Bürger auch im privaten Bereich überwachen könne. Zudem soll es in ihren Augen kein Zufall gewesen sein, dass während in der Innenstadt Menschen erschossen wurden, im TV die Serien "Vienna Blood" und "München Mord" liefen – letzteres sei ein Hinweis, dass es auch bald in München weitere Anschläge geben soll. 

Wolfsgruß und Virus-Verschwörungen

Polizei-Pressesprecher David Furtner bestätigte gegenüber der "Krone" die Ermittlungen: "Ich kann bestätigen, dass es Ermittlungen gegen eine Person in Wels gibt, die die Terroranschläge von Wien verharmlost haben soll. Die Bildungsdirektion hat in diesem Fall perfekt reagiert und sofort Anzeige erstattet."

Die türkisch-stämmige Beschuldigte soll sich zudem laut Polizei in den sozialen Medien mit dem in Österreich verbotenen Wolfsgruß gezeigt und auch Verschwörungstheorien zum Coronavirus weiterverbreitet haben.

Suspendiert

Aktuell laufen die Einvernahmen noch. Nachdem auch eine Stellungnahme der betroffenen Schule eingeholt wurde, werde man über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Zumindest bis dahin wird die Frau nicht mehr unterrichten. Seitens der oberösterreichischen Bildungsdirektion heißt es dazu: "Bis zur Klärung des Sachverhalts ist die Lehrkraft außer Dienst gestellt. Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst".

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