Juwelen, Kleider, Diademe - bei Staatsbesuchen kommt es nicht darauf an, was die Leute sagen und tun, mindestens genauso wichtig ist, was sie tragen. Dabei handelt es sich sozusagen um Modediplomatie vom Feinstein - und davon gab es beim Staatsbankett zu Ehren von Donald Trumps Besuch in Großbritannien jede Menge zu sehen.
Nach der Kritik an ihrem bewusst gewählten Hut beim ersten Aufeinandertreffen mit der Königsfamilie zeigte sich First Lady Melania Trump am Abend mutig. Sie erschien in einem Kleid aus einem US-amerikanischen Haus - und zeigt so endlich, dass sie die Mode ihres Landes unterstützt.
Allerdings war die gelbe, schulterfreie Robe mit breiten, rosafarbenem Gürtel von Carolina Herrera - wenn sie auch dem staatlichen Kleiderprotokoll entspricht - eine durchaus gewagte Wahl. Zudem ist Gelb nicht gerade die Farbe, die man bei einem hochkarätigen Staatsbankett von einer First Lady erwarten würde. Schließlich steht sie für königlichen Prunk, soll im Falle vom Trump jedoch auch Optimismus und die Freundschaft zu Großbritannien widerspiegeln.
Noch mehr royale Farbe brachte die 55-Jährige zudem mit ihren blauen Smaragd-Ohrringen ins Spiel. Das Paar soll übrigens über 100.000 Euro kosten.
Dennoch konnte sie Prinzessin Kate offenbar nicht das Wasser reichen, die in ihrem goldenen Kleid aus Chantilly-Spitze von der britischen Designerin Phillipa Lepley mühelos elegant und königlich wirkte. Ihr Lieblingsdiadem, die Lover's Knote Tiara, die einst für Queen Mary angefertigt und auch von Prinzessin Diana zu Lebzeiten getragen wurde – tat ihr Übriges.
Ebenso bewusst wählte Königin Camilla ihr langärmeliges, königsblaues Kleid von Fiona Clare. Dazu trug sie eine Tiara aus Diamanten und Saphiren, die einst Königin Elizabeth II. gehörte, sowie den Orden der Königsfamilie.