In den letzten Wochen hat sie an 1.000 Haustüren geklopft, nun klopft sie der Regierung auf die Finger: Grünen-Klubchefin Leonore Gewessler fordert im "Heute"-Talk günstigere Öffi-Preise ein. Im großen Interview (in voller Länge oben) sprach sie unter anderem über:
"Viele Menschen im Land bedrückt derzeit ganz real die Teuerung."
"Viele haben das Gefühl, die Regierung kürzt bei ihnen und macht ihnen das Leben schwerer – aber ein paar wenige können es sich richten. Da kommt etwas ins Rutschen und das will ich einfach nicht hinnehmen. Ich werde nicht leise sein."
"Die Regierung und die Länder biegen hier in eine völlig falsche Richtung ab. Wir brauchen eine echte Öffi-Preisbremse. Ich fordere von der Regierung: Machen wir eine Sondersitzung im Parlament – wann immer – und beschließen sie."
"Heuer keine Erhöhung der Ticketpreise! Wenn sich weniger Menschen den Umstieg auf öffentlichen Verkehr leisten können, ist das wirklich komplett der falsche Weg."
„Die Putins, Trumps und Mullahs dieser Welt erpressen uns mit Diesel und Benzin.“Leonore Gewessler Klubobfrau, Die Grünen
"Es ist eine verdammt schlechte Idee, wenn man sagt, man lässt die Ölkonzerne mit ihren enormen Krisengewinnen ungeschoren davonkommen."
"Sind die Freiheitsstatuen unserer Zeit. Jedes einzelne macht uns sicherer, unabhängiger und sorgt dafür, dass die Preise runtergehen. Denn was uns wehtut im Geldbörsel, ist unsere Abhängigkeit von den Putins, den Trumps und den Mullahs dieser Welt, die uns mit Diesel und Benzin erpressen."
"Er tritt unsere liberale Demokratie mit Füßen und träumt von seinen Vorbildern im Kreml oder anderswo. Ich denke mir ganz oft, die FPÖ müsste eigentlich Russland-Fahnen statt der Rot-Weiß-Roten schwenken auf ihren Parteitag. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, damit die Menschen eine Alternative haben zum Hetzen und Spalten eines Herbert Kickl."
Zieht Gewessler nach der Wahl auch ein Vierer-Bündnis aus ÖVP, SPÖ, Grünen und Neos in Betracht, um Kickl im Kanzleramt zu verhindern? Gewessler: "Zuerst wird gewählt und dann werden wir schauen, was, was sich an Koalitionen ausgeht."
"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir Grünen wieder in Regierungsverantwortung gestalten wollen."