Nach den ersten aufziehenden Gewitterzellen und vorsichtigen Warnungen ist es jetzt so weit: Seit 13 Uhr toben waschechte Unwetter in Österreich. Eine kleinere Zelle zieht aktuell vom Waldviertel in Richtung Donauraum. Von Gmünd bis nach St. Pölten und Krems wurde von der UBIMET-Unwetterzentrale mittlerweile Warnstufe Rot ausgerufen.
Ein deutlich größeres Unwetter befindet sich in der Semmering-Regionen. Von Unterkärnten bis nach Wiener Neustadt und Baden gibt es dunkle Wolken, einen Volltreffer hat gerade etwa Puchberg am Schneeberg abbekommen.
Innerhalb von nur 40 Minuten sind hier pro Quadratmeter 76 Liter Regen niedergegangen, in einer Stunde 82 Liter. "Das ist sehr viel und führt schon zu ersten Problemen", berichtet ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber.
"Solche Mengen kann kein Boden aufnehmen, man muss mit Überflutungen und vollgelaufenen Kellern rechnen", heißt es auf der ORF-Wetterseite weiter. Erste Feuerwehren, etwa jene in Puchberg am Schneeberg, musste bereits zu mehreren Unwetter-Einsätzen ausrücken.
Was die aktuellen Gewitter so gefährlich macht? Sie sind nahezu ortsfest. "Im Gewitterbereich besteht die Gefahr von sehr starkem Regen und Hagel, dabei kann es zu Überflutungen und Vermurungen kommen", warnt die UBIMET-Unwetterzentrale etwa für den Raum Krems.
Bäche und kleinere Flüsse können plötzlich stark anschwellen, stellenweise sogar ausufern. Wasser kann in Keller eindringen; Straßen und Unterführungen können vorübergehend unter Wasser stehen. Im Straßenverkehr herrscht Gefahr durch Aquaplaning, heftige Böen und Sichtbehinderungen durch starken Regen. Bäume können entwurzelt oder Äste abgerissen werden.
Es wird deswegen empfohlen, sich nach Möglichkeit nicht im Freien aufzuhalten. Vor allem Wanderungen oder der Aufenthalt in Waldgebieten sollten vermieden werden.