Hitzewelle beginnt erst

35,6 Grad! Österreich schwitzt wie nie im Jahr 2026

Österreich erlebte am Freitag den bislang heißesten Tag des Jahres. Besonders Tirol sticht heraus, doch die Hitzewelle hat erst begonnen.
Newsdesk Heute
19.06.2026, 18:01
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Österreich hat am Freitag den bislang heißesten Tag des Jahres erlebt, meldet die GeoSphere Austria. An der Messstation Innsbruck Universität wurden am Nachmittag 35,6 Grad gemessen. Damit wurde nicht nur der bisherige Temperaturhöchstwert des Jahres 2026 erreicht, sondern auch der Startschuss für eine mehrtägige Hitzewelle gesetzt, die große Teile Europas fest im Griff hat. Besonders auffällig: Die höchsten Temperaturen des Tages wurden nahezu ausschließlich in Tirol registriert.

Neben Innsbruck landeten weitere Tiroler Messstationen auf den Spitzenplätzen der österreichweiten Temperaturstatistik. Das zeigt deutlich, wie stark sich die heiße Luft vor allem im Inntal bemerkbar machte. Der Blick auf die Messwerte zeigt, wie knapp die Spitzenplätze beieinander lagen. Hinter Innsbruck Universität mit 35,6 Grad belegten Haiming und Mayrhofen mit jeweils 34,8 Grad gemeinsam Rang zwei. Auf Platz vier folgte Imst mit 34,6 Grad. Auch Wien mischte ganz vorne mit: Die Messstation Wien-Innere Stadt erreichte 34,5 Grad. Innsbruck-Flughafen kam auf 34,3 Grad.

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Ebenfalls sehr hohe Temperaturen wurden in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich sowie in Jenbach und Landeck in Tirol gemessen. Dort zeigte das Thermometer jeweils 34,2 Grad an. Schärding in Oberösterreich erreichte 34,1 Grad. In der Steiermark war Mooslandl mit 33,8 Grad der heißeste Ort des Tages. Weitere Spitzenwerte wurden unter anderem in Wien-Hohe Warte, Braunau/Ranshofen, Bad Goisern, Krems, Mistelbach und Wieselburg registriert. An all diesen Standorten wurden jeweils 33,7 Grad gemessen. Damit fanden sich unter den heißesten Orten des Landes Messstationen aus mehreren Bundesländern.

186 Messstationen meldeten über 30 Grad

Nach Angaben der GeoSphere Austria war für die außergewöhnliche Hitze subtropische Warmluft verantwortlich, die gemeinsam mit einem Ausläufer des Azorenhochs nach Österreich gelangte. Klimatologe Peter Müller erklärte, dass es vor allem im Inntal und im östlichen Flachland besonders heiß geworden sei. Schon am Freitag überschritten an 186 der insgesamt 273 Messstationen der GeoSphere Austria die Temperaturen die Marke von 30 Grad. Damit wurde an einem Großteil der Messpunkte ein sogenannter Hitzetag registriert.

Die aktuellen Werte passen auch zu einem langfristigen Trend, auf den die Experten der GeoSphere Austria hinweisen. Laut Klimatologe Peter Müller hat die durchschnittliche Zahl der Hitzetage in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Besonders stark sei diese Entwicklung in Wien und Innsbruck ausgeprägt. Dort habe die mittlere Zahl der Hitzetage pro Jahr zwischen 1961 und 2024 um rund 27 Tage zugenommen.

Weniger stark fiel die Entwicklung laut den Daten in Salzburg und Bregenz aus. Dennoch zeigt sich auch dort ein klarer Anstieg. Müller betonte, dass Temperaturen, die früher als Ausnahme galten, heute deutlich häufiger auftreten würden und inzwischen zum sommerlichen Alltag gehören.

Für viele Menschen bedeutet die aktuelle Wetterlage vor allem eines: Durchhalten. Die hohen Temperaturen belasten vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen, die im Freien arbeiten müssen. Während Österreich in den vergangenen Tagen bereits sommerliche Werte erlebt hat, markiert der Freitag nun einen neuen Höhepunkt. Und vieles deutet darauf hin, dass die Hitzewelle in den kommenden Tagen noch nicht vorbei sein wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.06.2026, 18:05, 19.06.2026, 18:01
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