Radikale Veränderungen

Gigantische Game-Neuerungen im "EVE"-Universum

Neue Gefahren, neue Schlachten und ein kompletter Neustart: Gleich mehrere Inhalte und Erweiterungen sollen das "EVE"-Universum 2026 massiv verändern.
Digital  Heute
15.05.2026, 20:56
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Das Sci-Fi-Universum rund um "EVE Online" steht vor einem der größten Umbrüche der vergangenen Jahre. Entwickler Fenris Creations hat gleich mehrere umfangreiche Neuerungen für die "EVE"-Reihe vorgestellt. Betroffen sind nicht nur das Online-Rollenspiel selbst, sondern auch die neuen Projekte "EVE Frontier" und "EVE Vanguard". Spieler erwartet in den kommenden Monaten ein Mix aus härterem Überlebenskampf, neuen Kriegen und einem kompletten Neustart ganzer Spielwelten.

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Besonders einschneidend fällt die Ankündigung zu "EVE Frontier" aus. Das Survival-Spiel erhält am 25. Juni 2026 mit "Zyklus 6: Sanctuary" ein riesiges Update. Gleichzeitig werden alle Spielserver vollständig zurückgesetzt. Damit beginnt für alle Teilnehmer wieder alles bei null. Neue und bestehende Spieler starten dadurch unter denselben Bedingungen. Laut Entwickler soll damit verhindert werden, dass langjährige Spieler uneinholbare Vorteile besitzen. Die Spielwelt von "EVE Frontier" bleibt dabei rau und düster.

Die Handlung spielt in einer verlassenen Galaxie, in der die frühere Zivilisation längst zerfallen ist. Die Spieler schlüpfen in die Rolle sogenannter "Riders", die aus alten Datengräbern erweckt werden und ums Überleben kämpfen müssen. Game Director Sæmundur Hermannsson erklärte, "Zyklus 6" stelle den Kern des Spiels in den Mittelpunkt. "Dies ist die Grundlage des Spielerlebnisses: das Bauen des eigenen Schiffes, das tiefe Vordringen in das Unbekannte."

Extreme Kälte, die Hitze naher Sterne

Vor allem die neuen modularen Schiffe sollen die Spielweise stark verändern. Spieler beginnen nur mit einem einfachen Schiffskern und bauen ihre Raumschiffe Schritt für Schritt aus. Neue Module erweitern Fähigkeiten und Spezialisierungen. Dadurch sollen sich Schiffe deutlich stärker unterscheiden als bisher. Zusammen mit dem modularen Basenbau sollen Spieler mehr Kontrolle darüber bekommen, wie sie sich in der gefährlichen Galaxie behaupten.

Neu ist auch, dass der Weltraum selbst zur Bedrohung wird. Bisher diente er vor allem als Schauplatz für Kämpfe, nun greifen Umweltgefahren direkt ins Spiel ein. Extreme Kälte, die Hitze naher Sterne oder elektromagnetische Effekte beeinflussen künftig Scans, die Entwicklung der Figuren und sogar den Zustand der Schiffe. Wer unvorsichtig unterwegs ist, kann also schon an der Umgebung scheitern, bevor überhaupt Gegner auftauchen.

Zusätzlich tauchen "Dormant Gates" in den Startgebieten auf. Spieler können sie reparieren und aktivieren, um Sternensysteme freizuschalten. Auch die Gegner werden aggressiver. Kreaturen namens "Ferals" kämpfen um Ressourcen und reagieren dynamischer auf Spieleraktionen. Besonders gefährlich wirken die sogenannten "Leeches". Sie saugen Ressourcen direkt aus Schiffen ab, ziehen sich danach zurück und entwickeln sich später zu starken Mini-Bossen.

Auch "EVE Vanguard" wird deutlich größer

Entwicklungsleiter David Bowman sprach vom bislang größten Update des Spiels. "Modulare Schiffe, Dormant Gates, Umweltgefahren und neue Gegner tragen alle dazu bei, das Spiel einem gemeinsamen Ziel näherzubringen: den Spieler*innen mehr Handlungsfreiheit in einer Galaxie zu geben, die von Natur aus gefährlich ist und durch das geprägt wird, was sie errichten, entdecken und wofür sie kämpfen."

Auch der neue Shooter "EVE Vanguard" soll deutlich größer werden. Mit "Operation Avalon" startet vom 7. bis 20. Juli 2026 der erste Alpha-Playtest. Das Spiel verbindet klassische Ego-Shooter-Action mit dem bekannten "EVE"-Universum. Spieler landen dabei auf feindlichen Planeten, sammeln Ressourcen und müssen anschließend lebend wieder entkommen. Im Zentrum steht dabei ein hohes Risiko. Wer wertvolle Ausrüstung verliert, muss damit leben.

Laut Game Director Scott Davis dreht sich alles um Entscheidungen unter Druck. "Das ist das Herzstück der Erfahrung: unter Druck zu landen, tiefer vorzudringen, während die Bedrohung zunimmt, und zu entscheiden, was es wert ist, mitgenommen zu werden, bevor sich alles gegen dich wendet." Die Spieler übernehmen sogenannte Warclones. Deren Bewusstsein wird gespeichert und nach dem Tod in neue Körper übertragen.

Auch Hauptspiel bekommt eine große Erweiterung

Zwischen den Einsätzen kehren die Spieler zur Basis zurück, wo Ausrüstung hergestellt wird. Waffen lassen sich mit Chips anpassen. Je länger Spieler im Einsatz bleiben, desto gefährlicher wird es. Feindliche Verstärkungen greifen an und schließlich erscheinen schwer bewaffnete "Oppressors". Executive Producer Snorri Árnason beschreibt das so: "Was du extrahierst, was du verlierst und wie du kämpfst, bestimmt, was du in den nächsten Durchlauf mitbringst."

Auch "EVE Online" bekommt eine Erweiterung. "Cradle of War" erscheint am 9. Juni 2026 und soll die Konflikte zwischen Fraktionen ausbauen. Herzstück sind die Militärkampagnen. Spieleraktionen werden dabei zu großen Kriegen verbunden, die sich über mehrere Fronten erstrecken. Creative Director Bergur Finnbogason erklärte, Konflikte seien zwar immer von den Spielern geprägt worden, nun würden deren Auswirkungen aber noch stärker sichtbar.

"Militärkampagnen verbinden die Handlungen der Spielerinnen zu andauernden Kriegen an mehreren Fronten. Die Spielerinnen entscheiden weiterhin, wie sich Konflikte entfalten, doch nun formen diese Entscheidungen die Zukunft der Imperien", so Finnbogason. Die Erweiterung bringt außerdem acht neue Schiffe ins Spiel. Gleichzeitig entsteht ein neues Anfängergebiet ohne PvP-Kämpfe und zusätzlich kommen neue Story-Missionen hinzu.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.05.2026, 20:56
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