Google hat diese Woche sein neues "Googlebook" vorgestellt – einen Premium-Laptop mit dem KI-Bot Gemini im Zentrum. Die Geräte sollen ab Herbst 2026 in den Handel kommen und den Laptop-Markt neu aufmischen.
Das Herzstück ist der sogenannte "Magic Pointer": Wackelt man kurz mit dem Cursor, springt Gemini an und erkennt automatisch den Kontext am Bildschirm. So lässt sich etwa aus einem Datum in einer E-Mail direkt ein Termin erstellen. Auch personalisierte Widgets können per Sprachbefehl erzeugt werden.
Doch wie "macwelt.de" berichtet, hat das Googlebook ein Problem: Es bietet kaum Neues. Apple ermöglicht vieles davon bereits mit macOS und Apple Intelligence. Zudem braucht man für alle KI-Features eine aktive Internetverbindung – das hätte auch auf bestehenden Chromebooks funktioniert.
Das Betriebssystem bleibt im Kern ein aufpoliertes ChromeOS mit denselben Einschränkungen wie bei Chromebooks: wenig professionelle Desktop-Tools, reduzierte Funktionalität. Auch die Smartphone-Spiegelung ist eingeschränkter als Apples iPhone Mirroring – man kann nur Apps öffnen, nicht das gesamte Handy steuern.
Die größte Schwäche: Google will Premium-Preise für das Googlebook verlangen. Das Macbook Neo kostet aber nur 699 Euro und bietet ein vollwertiges Desktop-Betriebssystem.
Viele Kunden akzeptieren Chromebooks wegen der günstigen Preise – bei teuren Geräten mit denselben Limits sieht die Sache anders aus.
Statt Kunden vom Wechsel zu Apple abzuhalten, macht Google es ihnen leichter denn je, sich für das Macbook Neo zu entscheiden. Die Geräte werden von Partnern wie Asus, Acer, HP und Dell gebaut. Die vollständigen KI-Features sollen aber erst im Frühjahr 2027 verfügbar sein – auch das spricht nicht gerade für einen frühen Kauf.