Mikaela Shiffrin machte im Slalom der Team-Kombi keinen Fehler und war um 35 Hundertstel langsamer als die Argentinierin Baruzzi Farriol, die bisher noch ohne Weltcup-Punkt im Slalom ist.
Noch überraschender für mich: Shiffrin verlor im Flachen Zeit, wo sie sonst allen auf und davon fährt – nicht um Zehntel, sondern um Sekunden.
Nein, ich will Olympia-Gold vom ÖSV-Duo nicht schmälern. Ganz im Gegenteil: Katharina Huber und Ariane Rädler haben geliefert in einem spannenden und attraktiven Ski-Krimi. Sie siegten verdient und sorgten für Herzklopfen – auch bei mir.
Huber meisterte den von ÖSV-Trainer Robert Berger schlecht gesetzten Kurs. Sein "blindes Tor" stoppte nicht nur Vlhova. Er setzte die Tore, wie man sie setzt, wenn man besonders sein will, den Skisport aber nicht versteht.
Aber was war mit Shiffrin los? Sie lieferte schon bei Olympia vor vier Jahren in Peking große Dramen, schied in allen Technik-Rennen aus und ging am Ende komplett leer aus. In Cortina hemmte sie jetzt ein Rucksack ihrer Kollegin.
Ein Teambewerb ist anders zu fahren. Im Ziel wartete Teamkollegin Johnson, die in der Abfahrt brillierte, den Weg zu Gold für das Team geebnet hatte. Shiffrin ließ Gold liegen.