Ariane Rädler und Katharina Huber rasten sensationell zur Gold-Medaille in der Ski-Kombi der Damen. Das ÖSV-Duo erreichte in Cortina d'Ampezzo die erste Damen-Goldene bei Olympischen Winterspielen seit Anna Veith (damals Fenninger) in Sotschi 2014.
Superstar Mikaela Shiffrin und Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson gingen als Vierte völlig überraschend leer aus. Sie waren schon im Vorfeld als haushohe Favoritinnen gehandelt worden. Spätestens nach Johnsons Bestzeit in der Abfahrt schien Gold für Slalom-Queen Mikaela Shiffrin für viele nur noch eine Formsache zu sein.
Shiffrin bekam im kurzen Slalom mit nur 44,38 Sekunden Laufzeit eine Sekunde Rückstand aufgebrummt. Damit war sie 15. von nur 18 Athletinnen, die das Ziel erreichten. Besonders bemerkenswert: Mit Francesca Baruzzi Farriol bremste eine Argentinierin die Slalom-Dominatorin aus, die noch nie zuvor im Slalom einen Weltcuppunkt erringen konnte.
Österreichs Medaillen-Helden
🥈Sabine Payer – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥇Benjamin Karl – Snowboard-RTL (Tag 2)
🥈Jonas Müller – Rodel-Einsitzer (Tag 2)
🥈Manuel Feller / Vincent Kriechmayr – Ski-Kombi (Tag 3)
🥇Ariane Rädler / Katharina Huber – Ski-Kombi (Tag 4)
Baruzzi Farriol fuhr mit 0,65 Sekunden Rückstand die elftbeste Laufzeit. Damit war die "Exotin" nur zwei Hundertstel langsamer als Huber, die als zweitletzte Starterin mit der zehnten Laufzeit über Gold jubeln durfte.
Shiffrin war der Ärger im Ziel ebenso deutlich anzumerken wie die Sorge vor dem Spezialslalom (Mittwoch, 18.2.). Warum? "Der Kurssetzer wird auch im Spezialslalom einen der beiden Durchgänge setzen. Es wäre gut gewesen, so etwas mal trainieren zu können. Aber die Schnellsten haben heute gewonnen."
Der Kurssetzer ist ein Österreicher: ÖSV-Trainer Robert Berger. Tatsächlich hatte nicht nur Shiffrin ihre Probleme auf seinem Kurs. Von 26 Starterinnen schieden acht im Slalomteil aus.