Am Bahnhofsplatz in Traiskirchen spielten sich am Dienstag, 23. September 2025, zur Mittagszeit blutige Szenen ab. Zwei Männer waren in einen heftigen Streit geraten, man kannte sich aus dem gemeinsamen Asylquartier in Traiskirchen. Ein damals 27-jähriger Algerier und ein 26-jähriger Marokkaner wurden bei der blutigen Auseinandersetzung verletzt, eine Zeugin schlug Alarm – "Heute" berichtete über den Fall hier.
Am Dienstag, 5. Mai, mussten sich die beiden Streithähne, beide Asylwerber in Traiskirchen, vor dem Landesgericht in Wr. Neustadt verantworten.
Der wesentliche Anklagevorwurf: Der Erstangeklagte soll laut Anklage den Zweitangeklagten mit einem abgebrochenen Flaschenhals attackiert und ihm Schnittwunden an der linken Wange, eine "klaffende, circa 11 cm lange Schnittwunde mit Durchtrennung des linken Ohrläppchens mit Fortsetzung an der linken Halsseite bis zum Kehlkopf", zugefügt haben.
Überdies soll er versucht haben, unter Verwendung des abgebrochenen Flaschenhalses dem Kontrahenten Geld abzknöpfen.
Auch der Zweitangeklagte soll im Zuge der Auseinandersetzung seinem Kontrahenten mit der Glasflasche mehrmals auf den Kopf geschlagen haben – und ebenfalls versucht haben, mit dem abgebrochenen Flaschenhals "mehrmals gezielt auf den Kopf und Hals" einzustechen.
Wegen des Verbrechens der absichtlich schweren Körperverletzung setzte es für den Erstangeklagten 6 Jahre Haft, der Kontrahent fasste 5 Jahre Haft aus. Der Vorwurf des versuchten Mordes wurde verworfen. Auch vom Vorwurf des Raubes wurde der Erstangeklagte freigesprochen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.