"Wrenkh – Kochen für morgen"

Goa ned Blunz'n! So klappt ein veganes Blutwurst-Gröstl

Ihre Eltern führten das erste vegetarische Haubenlokal Österreichs. Die Gebrüder Karl und Leo Wrenkh bringen Hausmannskost aufs nächste Level.
Jochen Dobnik
19.09.2026, 08:45
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Das Blunzengröstl, vielerorts auch Blutwurst-Gröstl genannt, gehört zur klassischen österreichischen Hausmannskost. Ursprünglich war das Pfannengericht eine praktische Möglichkeit, übrig gebliebene Zutaten zu verwerten.

Heute findet man es in zahlreichen Regionen auch auf den Speisekarten traditioneller Gasthäuser – und auch im ersten vegetarischen Haubenlokal Österreichs, dem "Wrenkh" in der Wiener City.

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Veganes Blunzngröstl

Zutaten (für eine Wurst)

  • 200 g Rote Rüben
  • 50 g Gerste
  • 125 g Räuchertofu
  • 100 g vegane Butter
  • 60 g Erdäpfelstärke
  • 50 g Knödelbrot
  • 1 EL Majoran
  • 1 EL Kümmel
  • Salz und Pfeffer

Für das Blunzengröstl

  • 250 Gramm Vegane Blunzen (siehe oben)
  • 250 Gramm gekochte Erdäpfel
  • 60 Gramm Räuchertofu
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • neutrales Öl
  • 1 Prise getrockneter Majoran
  • 2 Prisen grob zerstoßenen Kümmel
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

Rote Rüben weich kochen oder bei 150 °C je nach Größe 35–45 Minuten im Ofen backen.*

Gerste in reichlich Wasser ca. 35 Minuten weich kochen. Abseihen und ausdampfen lassen.

Rote Rüben schälen und würfeln. Tofu fein reiben.

Alle Zutaten vermischen. Danach im Blitzhacker zerkleinern oder durch den Fleischwolf drehen.

Tipp: Wer nur einen Mini-Blitzhacker zuhause hat, kann auch nur die Rüben darin zerkleinern und mit dem Rest gut vermischen. Die Blunzen wird dann etwas gröber, schmeckt aber wunderbar.

Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf ein Stück Frischhaltefolie geben und zu einer 5 cm dicken Rolle drehen. 25 Minuten dämpfen oder in Wasser sieden lassen.**

Auskühlen lassen und zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern.

Schneide die Blunzen in ein bis zwei Zentimeter große Würfel. Die Erdäpfel würfelst du etwa einen Zentimeter groß, den Räuchertofu in rund fünf Millimeter kleine Stücke.

Schäle Zwiebel und Knoblauch und hacke beides fein.

Schwitze zunächst die Zwiebel in etwas Öl glasig an. Gib den Knoblauch dazu, würze mit Majoran und Kümmel und stelle die Mischung beiseite.

Brate anschließend Erdäpfel, Tofu und Blunzen in einer großen Pfanne mit Öl hellbraun an.

Hebe Zwiebel und Knoblauch unter, brate alles gemeinsam fertig und schmecke das Gericht mit Salz und Pfeffer ab.

Serviert wird das Gröstl üblicherweise mit Sauerkraut, Gurken- oder Krautsalat. Je nach Vorliebe kommt zusätzlich ein Spiegelei und Kren darauf. Wer das Selbstgekochte mit dem plant-based "Blunzngröstl" von Küchenchef Leo Wrenkh vergleichen möchte, kann dies tun – es steht gerade auf der Karte. Und im neuen Buch "Kochen für morgen" (Pichler Verlag)

* Am besten, wenn das Backrohr ohnehin schon läuft (z. B. für Lasagne, Brot etc.).

** Die vegane Blunzen im Foto stammt vom Fleischer unseres Vertrauens (ja, der macht sowas), denn auch bei uns muss es manchmal schnell gehen. Mit unserem Rezept wird die Blunzen etwas heller – und sehr schön pink.

dob,19.09.2026, 08:45