Schlechte Nachrichten für Genussfahrer in den Alpen: Dem nächsten Traumpass steht die Sperrung bevor. Über das Grödner Joch führt eine 15 Kilometer lange Straße durch die Südtiroler Dolomiten auf 2.121 Meter Höhe.
Anders als bei der gesperrten Silvretta-Hochalpenstraße, die das Montafon in Vorarlberg (Partenen) mit dem Paznauntal in Tirol (Galtür) verbindet, sind am Grödner Joch nicht Erdrutsche oder Bauarbeiten der Grund. Ab Herbst soll die Traumstraße probeweise zur verkehrsberuhigten Zone werden.
Wie die "Bild" unter Berufung auf den italienischen Staatssender Rai berichtet, haben erste Gemeinden den Beschluss bereits genehmigt. An Sommertagen fahren bis zu 11.000 Fahrzeuge über den Pass.
Die Sperrung soll die Gemeinden entlasten und die Umwelt schonen. Denn die vielen Fahrzeuge verursachen nicht nur Lärm und Abgase. Viele Reisende lassen auch Müll zurück.
Ab September wird die Straße für fünf Monate für den Verkehr geschlossen. Die Sperrung erfolgt zunächst probeweise.
Ab 2027 könnte die Straße über das Grödner Joch dauerhaft in der Saison von Mai bis September zur verkehrsberuhigten Zone werden. Wer dann das Panorama genießen will, muss dann aufs Fahrrad umsatteln oder die Wanderschuhe schnüren.