Erderwärmung als Kalkül

Grönland – Donald Trump setzt voll auf Klimawandel

Bodenschätze und neue Schiffsrouten: Klimawandel-Leugner Donald Trump spekuliert bei seinen Übernahmeplänen auf Auswirkungen der globalen Klimakrise.
Bernd Watzka
20.01.2026, 12:32
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Donald Trump will Grönland - koste es, was es wolle. Selbst ein militärischer Zugriff ist für den US-Präsidenten denkbar. Pikant: Der Mann, der den Klimawandel regelmäßig als "Schwindel" abtut, setzt bei seinem Plan ausgerechnet auf genau dessen Folgen.

Schmelzendes Eis legt Rohstoffe frei

Denn: Das schmelzende Eis in der Arktis legt nicht nur riesige Rohstoffvorkommen frei - darunter Öl, Gold, Uran und Seltenerdmetalle -, sondern eröffnet auch neue Schifffahrtsrouten. Grönland wird damit zur globalen Schlüsselregion. Laut Experten entsteht in der Arktis ein neues geopolitisches Spielfeld, das wirtschaftlich und militärisch immer wichtiger wird.

"Völlig neue Räume für Wettbewerb"

"Die Befreiung der Arktis vom Meereis schafft völlig neue Räume für Wettbewerb", sagt Joseph Majkut vom US-Thinktank CSIS in der "Washington Post". Trump scheint das längst erkannt zu haben - auch wenn er öffentlich weiterhin den Klimawandel leugnet.

Nordostpassage ist bereits schiffbar

Das Tauwetter in der Polarregion schreitet aufgrund der menschengemachten Erderwärmung rasant voran. Laut "Arctic Portal" ist das Eis rund um Grönland bereits deutlich dünner als noch vor wenigen Jahrzehnten. Die sogenannte Nordostpassage ist laut "Reuters" heute schon schiffbar - mit massiven Folgen für den globalen Handel.

Lage an maritimer Engstelle

Grönland liegt strategisch an der sogenannten GIUK-Lücke - einer maritimen Engstelle, die für NATO-Einsätze zentral ist. Kein Wunder also, dass sich nicht nur die USA, sondern auch Russland für das schmelzende Eis am Nordpol interessieren.

Ironie der Geschichte: Ausgerechnet der globale Klimawandel, den Trump nie wahrhaben wollte, weckte in ihm die arktischen Begehrlichkeiten.

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