Zu wenig Geld für Rettung

Großer Ärger! ÖGK lässt Rettungskräfte völlig im Stich

Die Rettung in Wien kämpft um eine faire Finanzierung. Doch die ÖGK bietet laut Gewerkschaften nur 1,5 Prozent mehr – jetzt wächst der Ärger.
Maxim Zdziarski
02.10.2026, 12:23
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Wenn in Wien der Notruf eingeht, zählt jede Minute. Sanitäter und Notärzte rücken rund um die Uhr aus. Doch hinter den Kulissen sorgt die Finanzierung des Rettungs- und Krankentransports derzeit für ordentlich Zündstoff.

Seit Monaten wird über die künftige Vergütung verhandelt. Das Angebot der Österreichischen Gesundheitskasse: 1,5 Prozent mehr. Für die Gewerkschaften younion und vida ist das deutlich zu wenig.

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"Viel zu wenig"

Die Gewerkschaften verweisen auf eine durchschnittliche Inflation von mehr als drei Prozent. Eine Erhöhung um 1,5 Prozent könne die gestiegenen Kosten aus ihrer Sicht nicht auffangen.

Noch dazu würden die tatsächlichen Kosten eines Rettungseinsatzes bereits jetzt nicht vollständig durch die ÖGK-Vergütung gedeckt. Die fehlende Summe werde unter anderem durch Steuergeld und Spenden finanziert. Die Sorge: Mit dem aktuellen Angebot könnte die Finanzierungslücke noch größer werden.

Gewerkschaft warnt um Rettungskräfte

younion-Wien-Chef Bernhard Stoik stellt sich hinter die Beschäftigten. "Die Sanitäter und Notärzt sind 24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr für die Menschen da", sagt er. Die Arbeit sei körperlich und psychisch belastend. Die Beschäftigten dürften deshalb nicht unter einer aus Sicht der Gewerkschaft unzureichenden Finanzierung leiden.

Auch vida-Chef Roman Hebenstreit schlägt Alarm: "Diese Menschen dürfen nicht diejenigen sein, die am Ende die Zeche für eine nicht durchdachte Sparpolitik bezahlen."

Rettungssystem auf hohem Niveau

Die Gewerkschaften verweisen gleichzeitig auf die hohe Qualifikation der Wiener Rettungskräfte. Wien habe österreichweit einen besonders hohen Anteil an Notfallsanitätern mit der gesetzlich höchstmöglichen Ausbildung.

Das bringt auch für Patienten Vorteile: Viele medizinische Maßnahmen können bereits direkt am Einsatzort durchgeführt werden, wodurch Krankenhäuser und das Gesundheitssystem entlastet werden sollen.

Jetzt soll ÖGK nachbessern

younion und vida fordern die Gesundheitskasse nun auf, die Gespräche weiterzuführen und ein deutlich besseres Angebot vorzulegen. Einen Kompromissvorschlag der Rettungsorganisationen gebe es bereits.

Für die Gewerkschaften ist klar, dass die Finanzierung nicht auf dem Rücken jener ausgetragen werden soll, die im Notfall vor der Tür stehen. Wie die Verhandlungen weitergehen, ist derzeit offen.

zdz,02.10.2026, 12:23
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