"Am Land großes Problem"

E-Moped-Aus! Jetzt muss Mann wieder aufs Auto umsteigen

Mit Donnerstag gelten neue Verkehrsregeln, Tausende E-Moped-Besitzer dürfen ihre Zweiräder nicht mehr fahren. Ein Besitzer wütet in "Heute".
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01.10.2026, 16:43
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Seit 1. Oktober gelten für E-Mopeds in Österreich deutlich strengere Vorschriften. Demnach müssen die Fahrzeuge ab sofort genehmigt werden, sie brauchen ein Kennzeichen, eine Versicherung und der Lenker muss Helm tragen. Auch der Radweg ist tabu – gefahren werden muss auf der Fahrbahn.

Ein betroffener "Heute"-Leser übt heftige Kritik: Die neuen Auflagen würden sein umweltfreundliches Zweirad praktisch unbrauchbar machen. Denn: Er habe keine Papiere für sein Zweirad, können es daher auch nirgendwo anmelden.

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1.800 Euro für E-Moped futsch

"Heute"-Leser Markus* (Name von der Redaktion geändert) aus dem Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich ist von den neuen Bestimmungen alles andere als begeistert. Er nutzte sein E-Moped bislang als praktische Alternative zum Auto, zahlte 1.800 Euro für sein E-Moped. Nun ist es praktisch unbrauchbar.

E-Mopeds – das gilt ab 1. Oktober:

Durch die 36. Novelle der Straßenverkehrsordnung und Änderungen im Kraftfahrrecht werden betroffene E-Mopeds künftig als Kraftfahrzeuge eingestuft. Sie werden damit rechtlich herkömmlichen Mopeds gleichgestellt.

E-Mopeds dürfen nicht mehr auf Radwegen und anderen Radfahranlagen fahren. Sie gehören künftig ausschließlich auf die Fahrbahn.

Betroffen sind insbesondere einspurige Fahrzeuge der Klasse L1e-B. Dazu zählen rein elektrisch betriebene Zweiräder ohne Pedalantrieb, aber auch Modelle mit Pedalen, bei denen der Motor etwa über einen Gasgriff unabhängig vom Treten aktiviert werden kann.

Besonders die Zulassung bereitet ihm Kopfzerbrechen. "Die neuen Regelungen beinhalten technische Auflagen und eine Helmpflicht, die die Nutzung dieser Fahrzeuge extrem unattraktiv machen", kritisiert Markus. Hinzu kämen für ihn die Registrierung sowie zusätzliche laufende Kosten.

E-Moped-Fahrer muss auf Auto umsteigen

Was Markus besonders ärgert: Aus seiner Sicht läuft die Neuregelung den Bemühungen um klimafreundliche Mobilität entgegen. Sein kleines Elektro-Zweirad sei für viele Alltagswege ausreichend gewesen.

"Die direkte Konsequenz für mich ist, dass ich im Alltag wieder auf mein Auto umsteigen muss", sagt Markus. Für ihn sei unverständlich, dass gesetzliche Vorgaben dazu führten, dass er sein elektrisch betriebenes Zweirad stehen lasse und stattdessen wieder den Pkw nehme.

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Ministerium argumentiert mit Sicherheit

Das Mobilitätsministerium begründet die Änderung hingegen mit der Verkehrssicherheit. Nach Angaben des Ministeriums weisen die betroffenen E-Mopeds ein höheres Geschwindigkeitsniveau als der übrige Radverkehr auf.

Besonders große Auswirkungen dürfte die Neuregelung auf Lieferdienste haben. E-Mopeds sind bei Essenszustellern in Wien stark verbreitet. Ein Teil der Branche stellt deshalb auf Fahrräder und klassische E-Bikes um. Doch im Bezirk Neunkirchen gibt es kaum Zusteller auf zwei Rädern: "Deshalb ist das neue Gesetz am Land ein großes Problem."

Für Markus bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack. Sein Moped kann er nach derzeitigem Stand weder fahren, noch verkaufen. "Wer will schon ein E-Moped, das man gar nicht fahren darf?"

red,Akt. 01.10.2026, 19:23, 01.10.2026, 16:43
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