Blaulicht, Uniform und Einsatzfahrzeuge – normalerweise erkennt man die Wiener Polizei sofort. Beim neuen Polizeikalender 2027 ist das anders: Die Beamten sollen auf den Bildern teilweise mit ihrer Umgebung verschmelzen und dadurch beinahe unsichtbar werden.
Präsentiert wurde der Kalender am Mittwochabend im Rahmen der Wiener Kaiser Wiesn. Das diesjährige Motto lautet "Die Wiener Polizei – (un)sichtbar im Einsatz".
Für die ungewöhnliche Gestaltung holte sich die Wiener Polizei Unterstützung von Birgit Mörtl, der vierfachen Bodypainting-Weltmeisterin. Polizistinnen und Polizisten sowie Teile ihrer Uniformen wurden kunstvoll bemalt und farblich an die jeweilige Umgebung angepasst.
Die Idee dahinter: Polizeiarbeit findet nicht ausschließlich dort statt, wo Beamte für alle sichtbar auf Streife gehen. Viele Einsätze passieren unbemerkt und tragen dennoch zur Sicherheit in Wien bei.
Bei der Präsentation wurde den Gästen aber auch abseits der Kalenderbilder einiges geboten. Für die musikalische Einstimmung sorgte die Polizeimusik der Landespolizeidirektion Wien.
Anschließend wurde es deutlich actionreicher: Die Artisten des Circus Pikard, Zirkusdirektor Alexander Schneller und sein Partner Ed, zeigten gemeinsam mit Beamten der WEGA eine akrobatische Darbietung auf Polizeimotorrädern der Landesverkehrsabteilung Wien.
Auch Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl war bei der Präsentation dabei. Er zeigte sich von der besonderen Perspektive des neuen Kalenders angetan. "Der Kalender zeigt unsere Polizistinnen und Polizisten sowie den polizeilichen Alltag aus einer ganz anderen Perspektive", so Pürstl. Nach der Präsentation konnten sich die Besucher bereits ein druckfrisches Exemplar des Kalenders mit nach Hause nehmen.
Wer den Wiener Polizeikalender 2027 ebenfalls haben möchte, kann ihn für 15 Euro erwerben. Er ist online über die Polizeimusik erhältlich. Damit bringt die Wiener Polizei ihre Beamten im kommenden Jahr also nicht nur vor die Kamera – sondern lässt sie auf den Bildern regelrecht mit ihrer Umgebung verschwinden.