Der ÖAMTC schätzt, dass es in Österreich mindestens 20.000 private Nutzer von E-Mopeds gibt. Dazu kommen noch viele gewerbliche Fahrer, zum Beispiel bei Lieferdiensten.
Wie der ORF berichtet, wurden viele dieser elektrisch betriebenen Roller bisher ganz legal verwendet. Doch mit den neuen Vorschriften könnten viele dieser Fahrzeuge die Voraussetzungen für eine Zulassung nicht mehr erfüllen.
ÖAMTC-Jurist Martin Hofer erklärt: "Elektrisch betriebene Roller, die keine Drehvorrichtung und einen Sitz haben, dürfen dann nicht mehr als Fahrräder benutzt werden. Sie müssen eine Zulassung bekommen, die ist aber schwierig oder teuer."
Damit die Besitzer ihre Fahrzeuge weiterhin nutzen können und diese nicht plötzlich wertlos werden, fordert der ÖAMTC eine vereinfachte "Zulassung light" für bereits bestehende E-Mopeds. Diese soll es ermöglichen, die Roller legal weiterzufahren, ohne dass sie gleich entsorgt werden müssen.
"Ein einfaches Einzelgenehmigungsverfahren, wo man schaut, ob kann das Fahrzeug die wesentlichen Leistungen erbringen kann, Bremsen, Blinker, Lichter und so weiter, die man braucht, um am Verkehr teilzunehmen. Und ein Versicherungsnachweis sollte auf jeden Fall verlangt werden."
Außerdem will der Mobilitätsklub einen runden Tisch einberufen. Dort sollen Politik, Behörden, Hersteller und Interessensvertretungen gemeinsam klare Regeln für Mikromobilität festlegen. Das betrifft nicht nur E-Mopeds, sondern die gesamte Sparte. Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr, denn bis die neuen Bestimmungen in Kraft treten, sind es nur noch wenige Wochen.