Am Dienstag wurde auf dem Kamm an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich ein gewaltiger Felssturz entdeckt. Mehrere Kubikmeter Gestein lösten sich und sorgten für eine riesige Staubwolke. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Wie "20 Minuten" berichtet, setzte sich der Felssturz auch am Mittwoch fort. "Da löst sich immer wieder was", sagt Franz Dörfler, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau. "Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach."
Solche Ereignisse sind laut Dörfler auf der Zugspitze mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die Dimension dieses Felsabbruchs ist aber ungewöhnlich für den 2.962 Meter hohen Berg. "In dem Ausmaß ist es definitiv nicht öfter, aber es ist auch nicht überraschend", so Dörfler.
Wie viel Gestein genau abgebrochen ist, lässt sich schwer sagen. Das Gebiet ist schwer zugänglich, erklärt Dörfler. Die Mitarbeiter der Zugspitzbahnen beobachten die Entwicklung derzeit aus sicherer Entfernung. Gebäude oder Wege seien aber zum Glück nicht betroffen.
Das Gestein auf der Zugspitze wird durch Permafrost zusammengehalten. Doch wegen der steigenden Temperaturen und dem Klimawandel taut dieser Permafrost immer mehr auf, wodurch Felsabbrüche häufiger werden. Über den Vorfall am Dienstag hatten zuvor auch andere Medien berichtet.