Der Tod eines 20-Jährigen nach einem Verkehrsunfall in Traundorf (Bezirk Völkermarkt) gibt weiter Rätsel auf. Fest steht nun: Der junge Mann lag auf der Fahrbahn, als ein Feuerwehrauto über ihn fuhr. Das bestätigt ein Kfz-Gutachten.
Der Lenker des Feuerwehrfahrzeugs hatte bei seiner Einvernahme Ende August ausgesagt, dass der 20-Jährige bereits reglos mitten auf der Straße gelegen habe. Der Mann war nach dem Unfall geflüchtet und konnte rund zwei Wochen später ausgeforscht werden.
Das nun vorliegende Gutachten stützt die Aussage des Beschuldigten. "Der Kfz-Sachverständige bzw. der Sachverständige aus dem Fachgebiet der Unfallanalyse, hat in seinem Gutachten dargelegt, dass sich der Unfall in der Form ereignet hat, dass der Beschuldigte mit dem von ihm gelenkten Fahrzeug über das auf der Fahrbahn liegende Opfer gefahren ist", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Pirker laut dem ORF.
Damit ist geklärt, wie es zum Überrollen des 20-Jährigen kam. Eine entscheidende Frage bleibt aber offen: Lebte der junge Mann noch, als das Feuerwehrauto über ihn fuhr?
Genau das soll nun ein gerichtsmedizinisches Gutachten klären. "Diese abschließende Beurteilung kann nur der gerichtsmedizinische Sachverständige vornehmen. Er wird in seinem Gutachten ausführen, ob eben hier dieses Unfallgeschehen, das Überrollen des auf der Fahrbahn liegenden Opfers, zu den tödlichen Verletzungen geführt hat, ob das auch so zutrifft", sagte Pirker.
Das Ergebnis wird laut Staatsanwaltschaft in einigen Wochen erwartet. Bereits ausgeschlossen werden könne, dass ein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt war, so Pirker.