Jugendlicher ruft Polizei an

"Habe meinen Vater getötet" – Großeinsatz in Wien

Ein 17-jähriger Jugendlicher alarmierte am Freitagabend die Polizei mit einem Schock-Anruf – kurz darauf klickten für ihn die Handschellen.
André Wilding
24.01.2026, 10:00
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Ein junger Mann rief am Freitag gegen 20.30 Uhr in der Polizeiinspektion Julius-Tandler-Platz an und gab an, er habe sich eine Waffe besorgt und damit seinen Vater getötet. Zudem drohte er, auch seine Mutter sowie jeden Polizisten zu töten, der ihm zu nahekomme.

Polizei reagiert sofort

Anschließend legte der nervös und aufgelöst wirkende Anrufer auf. Als Polizisten den Mann zurückriefen, wirkte dieser gefasst und bestritt, den Anruf getätigt zu haben. Umgehend wurden Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt waren.

Gegen 22:00 Uhr gelang es Polizisten der Bereitschaftseinheit Wien, den Anrufer – einen 17-jährigen österreichischen Staatsbürger – auf der Felberstraße anzuhalten und vorläufig festzunehmen, nachdem er in seiner betreuten Wohneinrichtung nicht angetroffen worden war.

"Kann mich nicht erinnern"

Zwischenzeitlich vergewisserten sich Beamte über den Gesundheitszustand der Pflegeeltern des 17-Jährigen. Diese konnten an ihrer Wohnadresse angetroffen werden und waren wohlauf. Gegen den 17-Jährigen wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.

In der Vernehmung gab der Jugendliche an, sich an den Anruf "nicht erinnern" zu können. Eine Betreuerin teilte mit, der 17-Jährige würde seit längerer Zeit an einer psychischen Erkrankung leiden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Jugendliche schließlich auf freiem Fuß angezeigt.

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