"Bestellung wurde storniert"

"Haben keine Fahrer" – Schneechaos legt Foodora lahm

Zwei Stunden lange wartet Irene K. auf ihre Foodora-Bestellung, nur um dann eine Storno-Nachricht zu bekommen. Der Grund: das Schnee-Chaos in Wien.
Wien Heute
14.01.2026, 15:19
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Tagelang beeinträchtigte der plötzliche Schneefall die Bundeshauptstadt – und legte offenbar auch die Lieferdienste lahm. Am Abend des 12. Jänners fand sich kein einziger Foodora-Fahrer, der eine Bestellung vom vierten in den dritten Bezirk zustellen konnte. Um 21:20 Uhr war klar: Das Essen kommt nicht mehr.

Storno wegen Schneechaos

Das hungrige "Opfer" war Irene K. (echter Name der Redaktion bekannt), die den kalten Abend alleine daheim mit ihrem Sohn verbrachte. Nach den Schulaufgaben und den restlichen Erledigungen, wollten sich die beiden das Kochen ersparen. Sie bestellten bei dem beliebten und angesehenen Japaner Kojiro (Lokal ist in der Nähe des Naschmarkts).

Doch der Hunger wurde noch lange nicht gestillt. "Die Lieferzeit wurde ständig verlängert", erzählt die Wienerin im "Heute"-Talk – schließlich wurde ihre ganze Sushi-Bestellung storniert. Sofort rief sie im Restaurant an, dort bekam sie die Erklärung: Wegen der winterlichen Bedingungen finde Foodora keine Fahrer, das Essen sei jedoch bereits fertig zubereitet gewesen. Zahlreiche Bestellungen standen abholbereit am Tresen vom Lokal, zugestellt wurde jedoch keine einzige – sie wurden alle von Foodora storniert. "Mein Kollege hat die Bestellungen dann mit nach Hause genommen, wir wollten sie nicht wegschmeißen", erklärt ein Mitarbeiter des Lokals.

Für Frau K. bedeutete das Improvisation statt Take-Away. "Ich habe dann zu Hause doch noch etwas anderes gekocht. Mein Sohn und ich hatten schon ziemlich Hunger", sagt sie. Das Essen selbst abzuholen, wäre sich innerhalb der Öffnungszeiten nicht mehr ausgegangen.

Sicherheit der Fahrer im Fokus

Auf "Heute"-Nachfrage erklärte foodora, dass die Fahrer nur dann ausliefern dürfen, wenn ihre Sicherheit gewährleistet werden kann – vor allem bei schwierigen Wetterbedingungen. Wenn nötig, müssen also ab und an auch Liefergebiete eingeschränkt werden. In herausfordernden Wettersituationen können Fahrer außerdem individuell entscheiden, ob sie sich mit den Bedingungen wohlfühlen. "Sollte die Situation gegeben sein, dass Lieferungen aufgrund diverser Wetterwarnungen und/oder wegen des Live-Feedbacks der Flotte insgesamt nicht mehr tragbar sind, stellen wir den Service natürlich temporär im Sinne der Fahrsicherheit ein", heißt es allgemein.

Geringe Fallzahl

Die Lieferzeiten würden in Echtzeit an die aktuellen Wetterbedingungen und die verfügbare Fahrer-Kapazität angepasst. Zudem informiere man die Partner-Restaurants darüber, ob Bestellungen direkt über ihre Lieferanten-Schnittstelle abgewickelt werden können, sodass sie jederzeit über die Möglichkeiten zur Annahme und Auslieferung von Bestellungen im Bilde sind.

Wenn bereits zubereitete Speisen aufgrund wetterbedingter Einschränkungen nicht ausgeliefert werden können – am 12.1. lag der Anteil dieser Fälle bei angeblich maximal 0,2 Prozent –, leiste foodora sowohl den betroffenen Restaurantpartnern als auch den Kunden eine entsprechende Entschädigung. Die Kundin bekam jedenfalls das bezahlte Geld zurück.

Ärgerlich: Hätte Irene K. nicht selbst im Lokal angerufen, hätte sie niemand informiert. Foodora selbst schickte etwa 24 Stunden nach der misslungenen Lieferung folgende Nachricht: "Es tut uns leid, dass deine Bestellung storniert wurde. Der Grund dafür ist, dass das Restaurant zu dem Zeitpunkt sehr beschäftigt und überbelastet war mit Bestellungen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.01.2026, 15:23, 14.01.2026, 15:19
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