Am 5. Mai stellte Alfons Haider (68) sein Buch "Meine Mama, die Löwin" in der Thalia-Filiale auf der Mariahilfer Straße vor. Darin widmet er sich der wichtigsten Frau seines Lebens: seiner "Mutsch" Anna.
"Meine Mutter hätte sicher gesagt: 'Wen wird das interessieren?'", erzählt Haider. Doch genau diese besondere Mutter-Sohn-Beziehung berührt viele. "Es gibt Zigtausende solcher Beziehungen, speziell zwischen Söhnen und Müttern."
Seine Mutter habe keinen Unterschied zwischen Menschen gemacht. "Ob Madonna oder Papst, sie kannte keine Rangordnung", sagt Haider. Gerade deshalb sei sie überall beliebt gewesen. "Ich polarisiere wahnsinnig. Bei ihr habe ich nie jemanden kennengelernt, der etwas Schlechtes gesagt hat."
Besonders offen schreibt Haider über die letzten Monate seiner Mutter, geprägt von Krankheit und Demenz. "Das ist das Menschenunwürdigste, was man beobachten kann." Eine Pflegerin habe ihm schließlich geraten, seiner Mutter zu sagen, dass sie gehen dürfe.
"Ich habe gesagt: 'Mutti, ich bin jetzt 65, du kannst die Augen zumachen. Das ist okay.' Zehn Minuten später war es vorbei", erinnert er sich. Danach habe er "gebrüllt". Doch ihr letzter Blick tröstet ihn bis heute: "Sie hatte ein leichtes Lächeln. Es war, als würde sie sagen 'Jetzt geht es mir besser'."
Warum der Titel "Löwin"? Für Haider ist das klar: "Sie hat wie eine Löwin gekämpft – für mich, für sich, für alles." Auch bei seinem öffentlichen Outing stellte sie sich schützend vor ihn. "Da war sie unberechenbar, eben eine Löwin."
Zur Präsentation schauten auch langjährige Wegbegleiter und Freunde vorbei. Sein ehemaliger Tanzpartner Vadim Garbuzov zum Beispiel oder auch Ex-Mister Roman Schindler.