Eine gewöhnliche Geschwindigkeitskontrolle nahm am Dienstagnachmittag in Mürzzuschlag (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) eine überraschende Wendung. Gegen 15.30 Uhr kontrollierten Polizisten auf der Semmering-Begleitstraße (L118) den Verkehr.
Dabei fiel ihnen ein desolater Pkw mit deutschen Kennzeichen auf. Das Fahrzeug war an der rechten Hinterachse beschädigt. Die Polizisten stoppten den Wagen auf einem nahegelegenen Parkplatz und nahmen ihn genauer unter die Lupe.
Im Kofferraum und im Fahrgastraum entdeckten die Beamten zahlreiche Gegenstände. Darunter waren Fahrzeugteile, Messer, Sonnenbrillen, Taschenlampen, Kleidung und Gepäck.
Die beiden Insassen, zwei Georgier im Alter von 43 und 51 Jahren, erklärten, die Sachen aus Deutschland mitgebracht zu haben. Sie wollten sie nach eigenen Angaben als Geschenke nach Georgien bringen.
Doch bei den Polizisten entstand der Verdacht, dass es sich um Diebesgut handeln könnte. Mit Unterstützung weiterer Streifen wurde das Fahrzeug durchsucht. In einem Rucksack fanden die Beamten schließlich zwei Laptops und vier Mobiltelefone. Auffällig: Die elektronischen Geräte waren jeweils in Alufolie eingewickelt.
Die weiteren Ermittlungen erhärteten den Verdacht. Einige der sichergestellten elektronischen Geräte konnten Fahrzeugeinbrüchen in einem anderen Bundesland zugeordnet werden. Bei diesen Taten soll nach bisherigen Erkenntnissen auch ein Störsender verwendet worden sein.
Für die beiden Männer endete die Kontrolle mit der Festnahme. Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete ihre Einlieferung in die Justizanstalt Josefstadt an.
Woher die übrigen sichergestellten Gegenstände stammen und ob sie weiteren Straftaten zugeordnet werden können, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.