Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" hat auf Teneriffa die Evakuierung der Passagiere begonnen. Das Schiff war am Sonntagmorgen im Hafen von Puerto de Granadilla eingelaufen.
Wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte, startete am Vormittag zunächst "die Ausschiffung der spanischen Passagiere und der spanischen Besatzung". Insgesamt befinden sich knapp 150 Menschen an Bord, darunter auch mehrere Deutsche. Alle Passagiere sowie ein Teil der Crew sollen das Schiff verlassen und in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfen zuerst die 14 spanischen Passagiere von Bord gehen. Sie werden direkt zum Flughafen Teneriffa Süd gebracht. Für die übrigen Reisenden gelten strenge Vorgaben: Sie dürfen das Schiff erst verlassen, wenn ihre jeweiligen Flugzeuge startbereit sind. Danach sollen sie unmittelbar auf das Rollfeld transportiert werden. Erlaubt ist lediglich Handgepäck, größere Gepäckstücke werden zunächst desinfiziert.
Der Ausbruch des Hantavirus hatte auf dem Schiff bereits drei Todesopfer gefordert, darunter eine 78-jährige Deutsche. Zudem gelten sechs weitere Menschen als mutmaßlich infiziert.
"Die gesamte Operation verläuft planmäßig", sagte Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García. Laut Behörden und WHO sollen die Evakuierungsflüge bis Montag abgeschlossen werden.