Ralph Hasenhüttl

Hantavirus bei ÖFB-Coach: "Warum sollte ich sterben?"

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" sorgte weltweit für Schlagzeilen. Auch Ralph Hasenhüttl hatte die schwere Krankheit.
Sport Heute
08.05.2026, 14:19
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Auf der Atlantik-Kreuzfahrt forderte das Hantavirus bereits drei Todesopfer. Das Virus wird primär von Nagetieren über Speichel, Urin oder Kot auf den Menschen übertragen. Es kann auf Menschen überspringen, wenn diese mit Exkrementen in Berührung kommen, oder verunreinigten Staub einatmen.

Das passierte auch dem österreichischen Trainer Ralph Hasenhüttl. Der einstige rot-weiß-rote Teamspieler war 2012, damals als Trainer des VfR Aalen aktiv, selbst mit dem Hantavirus infiziert, hatte wochenlang auf der Intensivstation bleiben müssen.

"Warum sollte ich sterben?"

Schon 2020 hatte Hasenhüttl, damals noch als Trainer des englischen Klubs Southampton aktiv, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie über seine Infektion mit dem Hantavirus gesprochen. "Es war definitiv ernst. Ich war über zwei Wochen im Krankenhaus und auf der Intensivstation. Ich weiß, wie es sich anfühlt", sagte der heute 58-Jährige damals.

"Ich wusste, dass Leute an diesem Virus sterben. Ich habe versucht, das zu verdrängen, weil ich mich jung, gesund und stark gefühlt habe. Ich habe mich gefragt: ,Warum sollte ich an so einem Virus sterben?´", erzählte der österreichische Coach damals. Ihn holte aber schnell der Ernst der Lage ein. "Ich hatte große Schmerzen. Ich will das nie wieder haben", so Hasenhüttl.

"Man muss hoffen, dass man es überlebt"

Anfangs hätte niemand genau gewusst, an welcher Krankheit der Fußballtrainer litt. "In der Region ist es öfter vorgekommen, dass sich Leute infizierten. Deshalb haben sie mich getestet und dann gesehen, dass ich das Virus habe", erinnerte sich Hasenhüttl. Medikamente oder gar eine schnelle Heilung gibt es nicht. "Man muss warten, bis der Körper Antikörper bildet, und dann hoffen, dass man überlebt", schilderte der Trainer. Hasenhüttl war damals gerade mit Aalen in die zweite Liga aufgestiegen, er hätte "beinahe den Job verloren, weil ich sehr lange ausgefallen bin", meinte der Ex-Fußballer weiter.

Gerade die Schmerzen der damaligen Infektion habe er aber Schritt für Schritt vergessen: "Das ist menschlich, man vergisst, was man durchgemacht hat. Wenn es nicht so wäre, wäre das Leben nicht gerade toll. Das Leben ist mehr, als nur Arbeit und seinen Job machen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.05.2026, 14:20, 08.05.2026, 14:19
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