ÖFB-Starcoach Ralph Hasenhüttl schildert, wie er sich offenbar ganz unbemerkt mit dem gefährlichen Hanta-Virus infiziert hat. Der Österreicher vermutet, dass bereits das Reinigen seiner Terrasse gereicht habe – vermutlich durch eingeatmeten, virenhaltigen Staub. Kurz darauf begann für den früheren Leipzig- und Wolfsburg-Coach ein Albtraum.
"Es waren die schlimmsten drei Wochen in meinem Leben", sagt Hasenhüttl gegenüber der britischen Zeitung "Mirror". Nach einer Mountainbike-Tour 2012 im Trainingslager mit dem VFR Aalen habe er sich zunächst nur erschöpft gefühlt. Doch in der Nacht seien plötzlich massive Schmerzen aufgetreten. "Es war, als würde mir eine Nadel in den Kopf gestochen."
Dann folgte die Diagnose Hanta-Virus. Hasenhüttl musste auf die Intensivstation und kämpfte zwei Wochen um sein Leben. Besonders belastend sei gewesen, dass es keine gezielte Behandlung gibt.
Das Hanta-Virus wird meist durch Nagetiere übertragen. Menschen stecken sich häufig über aufgewirbelte Partikel aus Kot, Urin oder Speichel an, die eingeatmet werden. Die Krankheit beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen. Wie gefährlich die Infektion ist, zeigt derzeit auch ein Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" vor Afrika. Dort starben bereits drei Menschen, mehrere Infizierte mussten ausgeflogen werden.