Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff Hondius ist am Montag in Rotterdam eingetroffen. Das Schiff legte am Vormittag im Hafen der zweitgrößten Stadt der Niederlande an.
Die letzten 27 Personen an Bord – 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Mitarbeiter – gingen von Bord. Auch die Leiche einer am 3. Mai auf See gestorbenen deutschen Frau wurde nach Rotterdam gebracht.
Wie der "Spiegel" berichtet, soll die verstorbene Deutsche in einem Krematorium nahe dem Amsterdamer Flughafen Schiphol eingeäschert werden. "Die Asche wird dann der Familie übergeben", sagte die Direktorin des Rotterdamer Gesundheitsamts, Yvonne van Duijnhoven.
Für 23 Besatzungsmitglieder – Bürger der Philippinen (17), der Ukraine (4) sowie Russlands (1) und Polens (1) – wurden Quarantäne-Unterkünfte eingerichtet, teils in Containern und teils an Bord. Zwei niederländische Crewmitglieder durften sich zu Hause isolieren.
Bei keinem der zuletzt an Bord befindlichen Menschen waren Symptome einer Virusinfektion festgestellt worden. Die Desinfektion und Reinigung des Schiffs beginnt am Dienstag und dauert voraussichtlich bis Freitag.
Die wochenlang von Schlagzeilen über den Virusausbruch überschattete Reise hatte am 1. April in Ushuaia begonnen, der südlichsten Stadt Argentiniens. Anfangs waren mehr als 170 Passagiere und Crewmitglieder aus 23 Ländern an Bord.
Insgesamt starben drei Passagiere an dem Virus. Am 11. April verstarb ein niederländischer Passagier, seine Frau folgte am 26. April in einem Krankenhaus in Johannesburg. Die Weltgesundheitsorganisation geht bislang von insgesamt elf Infektionsfällen aus.