Brutale Drohungen gegen Mückstein-Nachfolger Rauch

Nach den Todesdrohungen gegen Mückstein bekommt nun sein Nachfolger Johannes Rauch eine Welle des Hasses zu spüren – noch vor dem Amtsantritt.

Das Ausmaß des Hasses, der dem scheidenden Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Laufe seiner Amtszeit entgegenschlug, dürfte kaum in Worte zu fassen sein. Ursprünglich für den überarbeiteten Rudolf Anschober eingesprungen, zog Mückstein schon nach 318 Tagen die Reißleine, am Donnerstag gab er seinen Rücktritt bekannt. Der Druck durch die massiven Drohungen gegen seine Person und seine Familie war dem Mediziner einfach zu groß geworden.

"Das hält man nicht lange aus"

War er anfangs noch leger mit dem E-Roller in Wien unterwegs, wurde es ab der Verkündung der Impfpflicht mit den Anfeindungen so schlimm, dass der Grüne noch mit dem Dienst-Audi fuhr. In den letzten Monaten wurde er 24/7 von Personenschützern begleitet: "Es nagt an einem, wenn die eigene Wohnung rund um die Uhr bewacht werden muss und man das Haus nur mit Polizeischutz verlassen darf. Das hält man nicht lange aus", erklärte Mückstein bei seiner Rücktrittserklärung am Donnerstag.

Bei jedem Schritt vor die Tür habe er zudem eine kugelsichere Weste tragen müssen, enthüllte Vizekanzler Werner Kogler tags darauf bei der Vorstellung des Minister-Nachfolgers Johannes Rauch (62). "Das alles sind Folgen einer völlig fehlgeleiteten Auseinandersetzung und das sollte uns allen zu denken geben. So kann und soll es nicht weitergehen!", so der Grünen-Chef. 

"Rauch bekommt All-inklusiv Paket"

Leider scheint genau das aber in Österreich zu passieren, vor Rauch baut sich bereits die selbe Drohkulisse auf. In den einschlägigen Telegram-Gruppen der Querdenker und Impfgegner gibt es bereits Hass-Nachrichten und Drohungen gegen den Neo-Minister aus dem Ländle:

"Mücke hat selber gesagt.... Druck und Drohungen könnte er nicht mehr... Rauch bekommt ein All-inklusiv Paket!", schreibt eine Frau in einer der Wiener Messenger-Gruppen.

"Auch für Rauch gilt alsbald die Null-Quadratmeter-Regel. Mückstein hat ja heute bekanntlich darüber gejammert", schreibt ein anderer der selbsternannten "Fairdenker". Gefolgt von: "Kurz, Blümel, Anschober und wie sie alle heißen werden in diesem Land keine Ruhe mehr finden." 

"Unglaubliche Gehässigkeit"

In "VOL.at" zeigte sich Rauchs langjähriger Weggefährte und ehemaliger Grünen-Nationalrat Harald Walser (68) erschüttert: "Ich stelle eine unglaubliche Gehässigkeit fest, die sich in der Republik und teilweise auch der Regierung breitgemacht hat und die vor allem in den Sozialen Medien zu erkennen ist. Die Hinweise auf die Bedrohungen sind schon sehr, sehr schlimm", sagt er gegenüber dem Medium.

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Auch Rauch werde sich in Zukunft nicht mehr so frei und unbedarft bewegen können, wie er es aus Vorarlberg kenne. 

Walser abschließend: "Ich kann mich noch erinnern, wie stolz wir waren, wenn ausländische Gäste da waren und unsere Minister problemlos ohne Bodyguard im Restaurant saßen und gegessen haben. Die Zeiten sind vorbei, das ist sehr schade."

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