Terrorismus-Vorwürfe

"Hat uns belogen" – Iran attackiert FIFA-Boss Infantino

Iran wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino gebrochene Versprechen vor. 15 Funktionäre erhielten kein US-Visum.
Sport Heute
13.06.2026, 14:17
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Kurz vor dem WM-Start sorgt ein Visa-Eklat für Ärger beim Iran. Der Fußballverband wirft FIFA-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Mehrere Funktionäre dürfen nicht in die USA einreisen.

Dabei hatte Infantino laut iranischem Verband versprochen, dass alle Mitglieder der Delegation uneingeschränkten Zugang zu den drei Gruppenspielen in den USA erhalten würden. Doch daraus wurde nichts. 15 iranischen Funktionären wurde das US-Visum verweigert, darunter auch Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi. "Wir hoffen, dass Herr Infantino seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat", sagte Nabi der Nachrichtenagentur Reuters.

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USA verweigern Einreise

Das US-Außenministerium begründete die Ablehnungen deutlich. Man werde dem iranischen Team nicht erlauben, "dieses System zu missbrauchen, um Terroristen unter falschen Vorwänden in die USA einzuschleusen". Die Folgen bekam das Team unmittelbar zu spüren. Das ursprünglich geplante Trainingslager in Arizona musste kurzfristig abgesagt und nach Tijuana in Mexiko verlegt werden. Die Spieler erhielten ihre Visa erst zehn Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Neuseeland am Montag im Großraum Los Angeles.

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Nabi, der bereits bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar dabei war, übte scharfe Kritik. Die Visa-Probleme würden die Vorbereitung massiv beeinträchtigen und den Iran gegenüber anderen Teams benachteiligen.

Der Iran ist bislang das einzige WM-Team, bei dem zahlreichen Offiziellen die Einreise untersagt wurde. Die Entscheidungen fallen vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran.

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