Beutet Model die schwarze Kultur auf Instagram aus?

Bild: Unsplash
Menschen würden die schwarze Kultur vereinnahmen, solange es für sie profitabel ist, und dann wieder die Vorzüge der weißen nützen.

Eine emotionale Diskussion tobt derzeit auf Instagram. Der Vorwurf gegen manche Stars im sozialen Netzwerk: Immer mehr weiße Frauen würden dunkleres Make-Up und bestimmte Frisuren verwenden, um afrikanischer oder asiatischer auszusehen. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Twitter-Userin die sämtliche Bilder mit diesem Phänomen abfotografiert und online gepostet hat und infrage stellt, ob sich diese weiße Frauen durch rassische Mehrdeutigkeit erhoffen, finanziell profitieren zu können.

Besonders angegriffen wurde dabei das schwedische Model Emma Hallberg (19). 240 000 Abonnenten folgen ihr auf Instagram. Jetzt wird ihr vorgeworfen, dass sie vorgibt, von afrikanischer Herkunft zu sein. Wie? Indem sie sich durch Bräunungsspray, Filter und Make-Up dunkler mache.

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Als ein Instagram-Nutzer sie anschreibt und fragt ob sie nun weiß, sei, erklärte Emma, dass sie nie etwas anderes behauptet habe. In einer Instagram- Highlight Story, die "Let me Explain" heißt, wehrt sie sich.

"Ich werde einfach schnell braun"

Darin erklärt sie, dass sie nun mal sehr schnell braun werde. Die Bilder die als "vorher" und "nachher" viral gegangen sind, seien zu verschieden Jahreszeiten aufgenommen worden. Das eine vor zwei Jahren im Frühjahr vor dem Urlaub, ohne Make-Up, und das andere nach einem Urlaub und mit Make-Up. Ebenfalls in der Story vorzufinden sind Bilder von ihrem Vater und Bruder um zu beweißen, dass diese ebenfalls schnell braun werden. Die lockigen dichten schwarzen Haare habe sie von ihrer Mutter, die ebenfalls in einem Video gezeigt wird.

Am Ende schreibt sie noch, dass sie ihre Zusammenarbeiten nicht auf Grund ihrer Hautfarbe bekomme, sondern wegen ihrem Kleidungs- und Make-Up Stil.

Dieser "Trend" wird nicht nur Instagram-Bloggern vorgeworfen sondern auch Stars wie den Kardashians. Ganz besonders Kim Kardashian West geriet bei den Fans ins Visier. Ihr wurde vorgeworfen, die schwarze Kultur nicht zu respektieren, da sie zu einer Veranstaltung Braids getragen hat. Ein anderer Grund sind ihre Instagram-Bilder, auf denen sie sich durch Effekte dunkler mache.

Die soziale Aktivistin Brittany Packnet versteht die Aufregung der schwarzen Community und erklärt den Zwiespalt zwischen Nachahmung des Kulturellen und einem nach wie vor latent vorhandenem Rassismus so: Amerika liebe zwar die schwarze Kultur, aber nicht die schwarzen Menschen.

(nona)

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