Ministerin überrascht

Heeres-Knaller – Dienst wird länger dauern als gedacht

8+1 statt 6+3: Viele Fragen sind bei der Wehrdienstreform noch offen, insbesondere die Finanzierung. Anderswo gibt es indes Klarheit.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 07:52
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Nach zähem Ringen haben sich ÖVP, SPÖ und Neos vor wenigen Tagen endlich auf eine Wehrdienstreform "6+3" geeinigt. Der Grundwehrdienst wird um drei Monate ausgedehnt: Im Anschluss an die bisherigen sechs Monate finden verpflichtende Truppenübungen statt, innerhalb von zehn Jahren sind nachgelagerte Milizübungen zu absolvieren.

"Eine wirklich schwere Geburt", resümiert auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Ö1-Morgenjournal. Sie persönlich, die ÖVP und alle Experten wollten eigentlich das "Österreich Plus"-Modell.

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Dieses sah einen achtmonatigen Grundwehrdienst mit integrierter Truppenausbildung vor, danach folgen 60 Tage verpflichtende Milizübungen. Doch man habe nun mal keine absolute Mehrheit.

Dienst wird acht Monate dauern

Trotzdem sei es ein wichtiger Schritt, der hier gesetzt wurde. Nach zwei Jahrzehnten gibt es künftig endlich wieder verpflichtende Milizübungen. Und dass die Dienstdauer um 50 Prozent verlängert werde, sei etwas, "das sich sehen lassen kann".

Auch wenn das Modell gemeinhin 6+3 genannt wird, wäre 8+1 eigentlich deutlich passender. Denn die zwei Monate verpflichtender Truppenübungen müssen direkt im Anschluss an den Grundwehrdienst absolviert werden, was laut Experten durchaus Sinn mache, wie Tanner betonte.

Fest steht damit aber auch, dass junge Männer acht Monate lang am Stück dienen werden müssen. "Genauso davon ist zum jetzigen Zeitpunkt auszugehen." Die Beschlüsse fehlen aber freilich noch.

"Wir wollten das günstigere Modell"

Zum Streitthema könnte noch werden, dass diese Lösung jetzt deutlich teurer ist. "Sicherheit muss uns schon etwas wert sein", so Tanner. "Was wir wollten, war das günstigere Modell." Die nötigen Mehrkosten will sie deswegen nicht selbst beisteuern, etwa das Außenministerium solle einen Beitrag leisten.

Guter Dinge sei sie auch, dass Grüne oder FPÖ der Reform zustimmen werden. Und schon zum ersten Quartal 2027 sollen die ersten Österreicher nach dem neuen Modell dienen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.07.2026, 07:52