Bereits im Jahr 2002 wurde in den Niederlanden aktive Sterbehilfe und assistierter Suizid legalisiert – eine weltweite Premiere. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen dies bei Zustimmung der Eltern in Anspruch nehmen. Des Weiteren ist es in dem Land gestattet, dass Neugeborene mit schweren Fehlbildungen unter bestimmten Voraussetzungen auch Sterbehilfe erhalten können.
Anfang 2024 gab es dann die nächste Novelle in den Niederlanden. Unter strengen Auflagen dürfen auch Kinder unter 12 Jahren assistierten Suizid in Anspruch nehmen. So ein Fall soll sich laut der niederländischen Tageszeitung "Telegraaf" erstmals 2025 ereignet haben.
Dies wurde seitens der Gesundheitsministerin des EU-Landes, Sophie Hermans, bestätigt – ein Bericht, der die Rechtmäßigkeit des Vorgehens prüft, soll in näherer Zeit veröffentlicht werden. Angaben zum Alter, Geschlecht oder Krankheit des Kindes wurden nicht gemacht.
Auch in Österreich gibt es seit dem Jahr 2022 eine gesetzlich gedeckte Sterbehilfe. Dennoch gibt es heftige Kritik dagegen. Auch die geplante Novelle der Bundesregierung stößt auf Gegenstimmen. Laut der Gesellschaft für humanes Lebensende (ÖGHL) gehe die Neuregelung, die Erleichterungen bei der Verlängerung der Verfügungen vorsieht und gleichzeitig die Geltungsdauer bei einem Jahr belässt, nicht weit genug, berichtet die "Kleine Zeitung".
Auf der anderen Seite steht etwa die katholische Bischofskonferenz. Sie spricht sich gegen die Sterbehilfe aus. Die Novelle wurde aufgrund einer Verfassungsgerichtshofs-Entscheidung aus dem Jahr 2024 notwendig.