Mehr als eine Woche nach dem Tod eines drei Monate alten Babys in Baden-Württemberg (D) ist die Mutter des Kindes festgenommen worden. Die 32-Jährige steht im Verdacht, ihren Sohn getötet zu haben.
Die Frau hatte am 18. Juni angegeben, ihr Baby sei entführt worden. Nach ihren Angaben habe sie den Kinderwagen mit dem drei Monate alten Adrian nach einem Einkauf kurz unbeaufsichtigt auf dem Gehsteig stehen lassen, um Einkaufstaschen in ihre Wohnung im zweiten Stock zu bringen. Als sie zurückkam, sei der Kinderwagen leer gewesen.
Rund 15 Stunden später wurde der Säugling nur etwa 500 Meter vom Wohnort entfernt tot in einem Bachlauf in Renningen bei Stuttgart gefunden.
Nach Angaben der Ermittler soll die 32-Jährige das tote Kind selbst dort abgelegt haben. Von einem Tötungsdelikt ist bislang jedoch ausdrücklich nicht die Rede. Die Polizei teilte lediglich mit, dass die Mutter verdächtigt werde, den drei Monate alten Jungen getötet zu haben.
Die Ermittlungen führt die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe "Wagen". Eine Mordkommission wurde bisher nicht eingesetzt.
Nach Informationen der "Bild" soll die Frau erst im fünften Schwangerschaftsmonat bemerkt haben, dass sie ein Kind erwartet. Adrian sei zu früh zur Welt gekommen.
Zudem sollen die Wohnverhältnisse beengt gewesen sein. Mit ihrem Ex-Freund habe es laut Nachbarn immer wieder Streit gegeben. Ein Nachbar sagte der Zeitung: "Es war dort immer laut, ging drunter und drüber."
Auch der neue Partner und Vater des Kindes soll laut dem Bericht nur gelegentlich in der Wohnung übernachtet haben. Ein ehemaliger Arbeitskollege der Frau erklärte gegenüber der "Bild": "Dijana hat versucht, für sich und ihren neuen Freund eine bessere Wohnung zu finden. So wollte sie der Enge entfliehen und das Durcheinander beenden."