Nach schweren Drohnenangriffen der Ukraine hat die von Russland eingesetzte Verwaltung auf der besetzten Halbinsel Krim den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Maßnahme trat am Freitag um 13 Uhr in Kraft.
In den vergangenen Tagen war die Infrastruktur auf der Schwarzmeer-Halbinsel durch die Angriffe erheblich beeinträchtigt worden. Unter anderem wurde der Verkauf von Kraftstoff eingestellt. Betroffen war auch die Brücke zwischen Russland und der Krim, eines der wichtigsten Verkehrsprojekte Moskaus.
Die Ukraine erklärte, bei einem der schwersten Angriffe der vergangenen Monate militärische Einrichtungen und Energieanlagen auf der Krim gezielt angegriffen zu haben. Die Halbinsel gilt für Russland als wichtiger Logistikstützpunkt für den seit Jahren andauernden Krieg gegen die Ukraine.
Die von Moskau eingesetzte Regionalverwaltung reagierte nun mit der Ausrufung des Ausnahmezustands.
"Die Einführung des Ausnahmezustands dient dazu, finanzielle, kreditbezogene, vertragliche und andere Rechtsverhältnisse zu ordnen sowie die Verfahren zur Regulierung und zum Ausgleich entstandener Schäden zu vereinfachen", sagte ein Sprecher der Regionalregierung.
Zugleich appellierte er an die Bevölkerung: "Ich bitte alle, Ruhe zu bewahren und ausschließlich offiziellen sowie verlässlichen Informationsquellen zu vertrauen."