Schlager

"Mache den Haushalt" – Helene Fischer privat wie nie

Nächste Woche kommt die Schlager-Queen nach Wien. Im Interview mit "20 Minuten" spricht Helene Fischer über ihren Unfall, Ruhm und ihre Familie.

20 Minuten
Von 5. bis 10. September ist <strong>Helene Fischer</strong> live in der Wiener Stadthalle. Es gibt nur noch wenige Tickets.
Von 5. bis 10. September ist Helene Fischer live in der Wiener Stadthalle. Es gibt nur noch wenige Tickets.
Steinbrenner, Marco / Action Press / picturedesk.com

Helene Fischer, du hattest kürzlich einen Unfall am Trapez, wie geht es dir heute?
Abgesehen von einer kleinen Narbe, die als Erinnerung bleibt, konnte ich mich während der Sommerpause bestens erholen. Die ist gerade richtig gekommen, da ich einen Moment gebraucht habe, um mich selbst zu sortieren und das Geschehene zu verarbeiten. Inzwischen geht es mir zum Glück wieder sehr gut und ich bin froh, zurück zu sein.

Wie hast du deine Auszeit verbracht?
Ich habe es genossen, einfach mal gar nichts zu machen. Während dieser Zeit war ich sehr viel zu Hause und habe mich meinen Liebsten gewidmet. Doch ganz zurücklehnen konnte ich mich dennoch nicht, da ich mit dem Konditionstraining weitermachen musste, um den Endspurt meiner Tournee zu schaffen.

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    <strong>Helene Fischer</strong> googlet sich nicht selber. "Damit habe ich vor längerer Zeit aufgehört", so die Schlagerkönigin im Gespräch mit 20 Minuten.
    Helene Fischer googlet sich nicht selber. "Damit habe ich vor längerer Zeit aufgehört", so die Schlagerkönigin im Gespräch mit 20 Minuten.
    20min/Philipp Stirnemann

    Du wirkst komplett entspannt, obwohl du in wenigen Augenblicken wieder auf der Bühne stehst und vor rund 16.000 Menschen performst.
    Das bin ich tatsächlich. Auch nach so vielen Shows gibt es für mich nichts Schöneres, als vor das Publikum zu treten. Das erfüllt mich jeden Abend mit irrsinniger Freude und es gibt mir Kraft.

    Gibt es dennoch Momente, in denen du keine Lust hast?
    Klar, auch ich bin manchmal total erschöpft, aber die Leute um mich herum pushen mich dann. Wenn ich auf der Bühne stehe, bin ich immer zu 100 Prozent da. Meine Fans haben das verdient, da sie teilweise über zwei Jahre auf den Moment gewartet haben.

    Wie gelingt es dir, die Aufregung komplett abzulegen?
    Ich weiß, dass ich mich auf mein Team komplett verlassen kann. Alle wissen, wo sie wann zu stehen haben und kennen die Show in- und auswendig, das gibt mir unglaublich viel Sicherheit.

    Wie gehst du mit dem Druck um, stets auf höchstem Niveau zu performen und die Erwartungen an dich und deine Fans zu erfüllen?
    Druck von außen lasse ich gar nicht erst zu. Wenn mir einer Druck macht, dann ich selbst. Ich lerne unglaublich gerne neue Dinge und will mich weiterentwickeln. Entsprechend hoch sind meine eigenen Ansprüche an mich selbst. So haben sich auch meine Shows verändert.

    Worauf darf sich Wien schon bald freuen?
    In diesem Jahr habe ich mich akrobatisch etwas mehr ausgetobt. Zudem komme ich mit neuen Songs, mit denen ich tief in mein Herz blicken lasse. Und nicht zuletzt habe ich ein paar kleine Überraschungen vorbereitet, die ich jetzt gar nicht vorwegnehmen möchte. 

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      "Servus Wien, wir freuen uns nach 5 Jahren wieder zurück zu sein!": <strong>Helene Fischer</strong> lieferte in der Wiener Stadthalle eine fulminante Show.
      "Servus Wien, wir freuen uns nach 5 Jahren wieder zurück zu sein!": Helene Fischer lieferte in der Wiener Stadthalle eine fulminante Show.
      EVA MANHART / APA / picturedesk.com

      Keine Künstlerin im deutschsprachigen Raum genießt ein derart großes Ansehen wie du. Bist du dir dessen bewusst?
      Das ist mir weder wichtig noch denke ich darüber nach. Ich mache einfach meinen Job – wobei ich das wahnsinnige Glück habe, dabei auch noch meiner Leidenschaft nachgehen zu können, zu singen und Menschen ein Lachen ins Gesicht zu zaubern.

      Das klingt sehr bescheiden.
      Vielleicht, aber es ist die Wahrheit. Wenn ich die Bühne verlasse, würde ich am liebsten einen Schalter umlegen und nur die private Helene sein. Gleichzeitig bin ich mir aber bewusst, dass das nie ganz funktionieren wird. Ich glaube, viele können sich wohl gar nicht vorstellen, wie normal mein Leben eigentlich ist. Ich mache den Haushalt, koche, bin für meine Familie da.

      Aber du googlest hier und da nach dir selbst?
      Nein, damit habe ich tatsächlich vor längerer Zeit aufgehört. Zu Beginn meiner Karriere habe ich das natürlich gemacht, weil ich mir meiner selbst einfach nicht sicher war und wissen wollte, was die anderen denken. Später habe ich allerdings festgestellt, dass man derart viel Zeit damit verschwendet, sich über Unwahrheiten aufzuregen und, dass es einfach nicht glücklich macht. Es gibt viele Meinungen und Sachen, die man nicht beeinflussen kann, das ist total in Ordnung. Über die meisten wirren Schlagzeilen lache ich inzwischen.

      Eine Voraussetzung für dieses Interview war, keine privaten Fragen zu stellen. Weshalb bist du dabei derart strikt?
      Einerseits hat es damit zu tun, dass ich mich selbst nicht zu wichtig nehme und keinen Grund sehe, überall in den Medien stattfinden zu müssen. Andererseits ist meine Familie das Heiligste, das ich habe – und was mir wichtig ist, beschütze ich selbstverständlich.

      Könntest du dir vorstellen, eines Tages mehr Einblicke zu gewähren?
      Ich schließe nichts kategorisch aus. Die Welt verändert sich, ich mich auch. Bisher bin ich nicht bereit, mehr von mir preiszugeben. Es kann aber auch sein, dass ich mich vielleicht in ein paar Jahren umentscheide – und Social Media ist auch nicht wegzudenken, wobei ich das tatsächlich nicht so pflege wie viele andere. Aber mittlerweile, glaube ich, haben alle meine Entscheidung respektiert.

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        Helene und Andreas Gabalier singen "You Shook Me All Night Long" von ACDC.
        Helene und Andreas Gabalier singen "You Shook Me All Night Long" von ACDC.
        (Bild: kein Anbieter/ORF)

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          <strong>Melissa Naschenweng</strong> entspannt sich gerne in ihrer Kärntner Heimat – wie hier in Bad Kleinkirchheim.
          Melissa Naschenweng entspannt sich gerne in ihrer Kärntner Heimat – wie hier in Bad Kleinkirchheim.
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