Es begann mit Schmerzen im Fuß. Die Frau kam ins Krankenhaus, wurde stationär aufgenommen und kurze Zeit später auf die Palliativstation verlegt. Der schlimme Grund: eine extrem lebensverkürzende Diagnose.
Die Patientin sehnte sich nur nach einem: ein Besuch in den eigenen vier Wänden. Der Welser Verein "Rollende Engel" wurde mit dem Wunsch kontaktiert – binnen weniger Stunden waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter einsatzbereit im Spital.
Gemeinsam mit Helgas Lebensgefährten ging es nach Hause. Dort warteten schon viele Freunde. Als die Gruppe eintraf, flossen Tränen und Küsse wurden ausgetauscht. Alle wussten, wie es um die tapfere Kämpferin steht, und versuchten stark zu bleiben.
Mit der Trage schafften die Helfer ihren Fahrgast ins Wohnzimmer. Das geliebte Haustier "Pezi" wurde gebracht. Anfangs war er wegen der vielen Gäste scheu, doch als er in dem Armen seines Frauerls lag, war das vergessen. Er schnurrte und genoss es, gestreichelt zu werden.
Danach gab es im Garten selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Jeder der Anwesenden nutzte die Möglichkeit, noch einmal mit Helga in Ruhe zu sprechen. Es wurde viel geplaudert, in Erinnerungen geschwelgt und auch gelacht. Die Todkranke sagte mehrmals, wie glücklich sie ist, dass ihr Traum in Erfüllung gegangen ist.
Die Stunden vergingen, irgendwann war es an der Zeit, zurückzufahren. Zum Abschluss ließen die Wunscherfüller die Patientin mit ihren Kindern allein, damit sie den Moment voll auskosten konnten. Zurück im Krankenhaus war sie dann sehr müde, aber gleichzeitig dankbar und glücklich.
Nur wenige Tage nach dem denkwürdigen Ausflug starb Helga. "Unsere Anteilnahme gilt allen Angehörigen", so der Verein "Rollende Engel".
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