Es war ein Bild, das viele tief berührte: Eine arg angeschlagene Frau mit geschlossenen Augen, Schnee im Gesicht, ein zartes Lächeln auf den Lippen. Einen Tag vor Silvester konnte der Verein "Rollende Engel" aus Wels einer 50-jährigen Mutter noch ihren letzten Wunsch erfüllen: noch einmal ins Gebirge, noch einmal Hallstatt (Bez. Gmunden) sehen, die Berge und den See spüren, die Winterluft einatmen.
Die Bedingungen waren extrem: "Über 20 Zentimeter Neuschnee, ein kräftiger Schneesturm, klirrende Kälte", schildern die Ehrenamtlichen. Vorsichtig wurde die unheilbar Kranke mit der Trage nach draußen geschoben. Ihre Augen begannen zu leuchten, ihr Gesicht zu strahlen.
Während der Schnee auf sie fiel, habe sie jeden Augenblick in sich aufgenommen: "Es war, als würde sie die Welt noch einmal ganz bewusst spüren wollen", schreibt der Verein auf Facebook. "In diesem Augenblick zählte keine Krankheit, keine Sorge, kein Morgen. Nur dieses Gefühl von Freiheit, von Leben, von Frieden."
Der Verein "Rollende Engel" erfüllt seit Jahren letzte Herzenswünsche.
Spenden an die Organisation sind jederzeit willkommen:
Raiffeisenbank Wels
IBAN: AT79 3468 0000 0303 9500
Weitere Informationen: rollende-engel.at
Für die Helfer war es ein Einsatz, der noch immer nachwirkt: "Es war ein Geschenk. Ein stiller, kostbarer Abschied von einem Jahr – und vielleicht auch von vielem mehr." Nun kam die traurige Nachricht: Die zweifache Mutter hat "ihren Kampf gegen ihre Krankheit verloren".
"Unsere Gedanken und unsere aufrichtige Anteilnahme gelten ganz besonders ihren beiden jungen Söhnen. Ihnen wünschen wir unendlich viel Kraft in dieser schweren Zeit", verabschiedet sich der Verein. "Möge die Erinnerung an das Lächeln ihrer Mama im Schnee ihnen Trost spenden – und die Gewissheit, dass sie bis zuletzt noch einmal einen Moment voller Freude erleben durfte."