Kritik am System

"Oh, du liaba Augustin" – Aufregung um Wöginger-Plakat

Er reimte, marschierte – und kommt wieder: Der "Augustin"-Demonstrant vom Wöginger-Prozess in Linz kündigt gegenüber "Heute" den nächsten Auftritt an.
Lea Strauch
02.03.2026, 04:00
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Vor dem Linzer Landesgericht wird nicht nur verhandelt – sondern inzwischen auch gedichtet: Schon beim zweiten Prozesstag rund um VP-Klubchef August Wöginger drehte ein Demonstrant mit einem "Oh du liaba Augustin"-Plakat seine Runden und sorgte für amüsierte Blicke – "Heute" berichtete.

Im Saal ging es um deutlich Ernsthafteres: Nach der aufgehobenen Diversion stehen Wöginger und zwei weitere Angeklagte wieder vor Gericht. Im Zentrum steht der Vorwurf der Postenschacherei – also dass ein Job politisch eingefädelt worden sein soll. Wöginger rechnet mit einem Freispruch.

Das Schild des Mannes sorgte schon beim zweiten Prozesstag vor dem Linzer Landesgericht für amüsierte Blicke.
"Heute"

Demonstrant kündigt neuen Auftritt an

Der schwarze Klubobmann selbst wird wohl am Dienstag seine Aussage machen – weder drinnen noch draußen ist also noch lange nicht Schluss. Denn auch der Demonstrant hat das nächste Kapitel schon längst durchgeplant, wie er gegenüber "Heute" verrät.

Er kündigt an: Zur Urteilsverkündung am 21. April wird er fix wieder vor dem Gericht stehen. Das neue Schild ist auch schon fertig – diesmal mit Reimen wie: "Mit treuherzigem Hundeblick – so a deppats Missgeschick" und "A bissal vergessn, a bissal verzeihn, so wird aus'm Skandal boid a G'schichtal fürn Wein".

Postenschacherei als "österreichische Krankheit"

Wichtig ist ihm dabei – wie schon beim vergangenen Auftritt – eine klare Botschaft: Das Ganze sei nicht gegen einzelne Personen gerichtet, auch nicht speziell gegen Wöginger. Postenschacherei sei "leider eine österreichische Krankheit" – es gehe ihm um die grundsätzliche Situation im Land – um ein System, das aus seiner Sicht "nur mehr destruktiv" sei.

Und der Mann stellt auch klar, wer für ihn die eigentliche Hauptfigur in der Geschichte ist: jene Frau, die den umstrittenen Posten im Endeffekt nicht bekommen hat. Sie sei die "Heldin" der Causa, weil sie sich trotz massiven Drucks gegen mächtige Strukturen gewehrt habe.

{title && {title} } Lstr, {title && {title} } 02.03.2026, 04:00
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