Vor allem der Süden betroffen

Hepatitis-Ausbruch: Das darf man in Italien nicht essen

In Italien steigen die Hepatitis-A-Infektionen massiv an. Jetzt greift die erste Stadt durch – Neapel verbietet rohe Meeresfrüchte in Lokalen.
Heute Life
20.03.2026, 13:32
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In der süditalienischen Region Kampanien ist die Zahl der Hepatitis-A-Erkrankungen seit Jahresbeginn deutlich angestiegen. Insgesamt wurden 133 Fälle gemeldet. Besonders betroffen ist Neapel: Dort liegt die Zahl laut Gesundheitsbehörden zehnmal höher als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre.

Bei Verstößen drohen bis zu 20.000 Euro Strafe

Die Stadt reagiert mit drastischen Maßnahmen: Bürgermeister Gaetano Manfredi verhängte ein sofortiges Verbot für Verkauf und Verzehr von rohen Meeresfrüchten in Lokalen.
Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen von 2.000 bis 20.000 Euro. Im Wiederholungsfall kann es sogar zu Betriebsschließungen kommen.

Hepatitis A, B und C – die wichtigsten Unterschiede

Hepatitis A:

Übertragung: verunreinigte Lebensmittel oder Wasser
Verlauf: meist akut, heilt in der Regel von selbst aus
Symptome: Müdigkeit, Übelkeit, Gelbsucht
Schutz: Impfung möglich
👉 Häufig bei Reisen oder durch rohe Lebensmittel (z. B. Muscheln)

Hepatitis B:

Übertragung: Blut, ungeschützter Sex, von Mutter auf Kind
Verlauf: kann akut oder chronisch werden
Risiken: Leberschäden, Leberzirrhose, Leberkrebs
Schutz: Impfung möglich
👉 Weltweit eine der häufigsten Virusinfektionen

Hepatitis C:

Übertragung: vor allem über Blut (z. B. gemeinsame Spritzen)
Verlauf: häufig chronisch
Risiken: schwere Leberschäden, Leberkrebs
Schutz: keine Impfung, aber gut behandelbar
👉 Oft lange unbemerkt, da Symptome spät auftreten

Meeresfrüchte häufigste Ansteckungsquelle für Hepatitis A

Hepatitis A ist eine akute Entzündung der Leber, die meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen wird. Als Hauptursache gelten insbesondere rohe oder nicht ausreichend gegarte Muscheln, da sie Viren aus belastetem Wasser aufnehmen können. Experten raten daher, Meeresfrüchte nur gut durchgegart zu essen. Zusätzlich sind gründliche Hygiene – etwa regelmäßiges Händewaschen und sauberes Arbeiten in der Küche – entscheidend. Als wirksamster Schutz gilt eine Impfung.

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