Pedale statt Pflaster

Joggen war gestern! Dieses Workout ist viel effizienter

Laufen gilt als Fitness-Klassiker, doch Radfahren könnte deutlich effizienter sein: Es spart Energie, schont die Gelenke & kann genauso fordernd sein.
Heute Life
20.03.2026, 11:35
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Die Sonne scheint, die Straßen sind frei und viele schnüren wieder ihre Laufschuhe, um ein paar Kilometer zu sammeln: Joggen gilt als Klassiker unter den Workouts. Doch während wir Schritt für Schritt unsere Runden drehen, gibt es eine Alternative, die oft unterschätzt wird: Radfahren. Was zunächst entspannter wirkt, kann tatsächlich effizienter sein und den Körper mindestens genauso fordern.

Warum Laufen mehr Energie kostet

Beim Laufen arbeitet der Körper ständig gegen sich selbst: Jeder Schritt bedeutet Aufprall, Abbremsen und erneutes Beschleunigen. Die Arme schwingen mit, der Körper federt, die Muskeln müssen durchgehend reagieren.

Genau dieses ständige "Stop-and-go" kostet Energie: Der Körper verliert bei jedem Schritt einen Teil seiner Kraft und muss sie direkt wieder aufbauen. Das macht Laufen intensiv, aber auch ineffizient.

Radfahren spart Energie

Beim Radfahren läuft es anders: Die Bewegung ist gleichmäßig und rund. Statt ständiger Unterbrechungen sorgt das Treten für einen kontinuierlichen Ablauf. Der Oberkörper bleibt weitgehend ruhig, während die Beine die Hauptarbeit übernehmen.

"Diese Effizienz entsteht durch die Minimierung von drei großen Energieverlusten: Gliedmaßenbewegung, Aufprall auf den Boden und muskuläre Geschwindigkeitsbegrenzungen", erklärt Biomechanik-Experte Anthony Blazevich im "The Independent"-Interview. Seinen Berechnungen zufolge ist Radfahren sogar mindestens viermal energieeffizienter als Laufen. Das bedeutet: Man kann bei gleicher Belastung mehr leisten – oder länger durchhalten.

So intensiv ist Radfahren wirklich

Doch Vorsicht: Effizient bedeutet nicht automatisch einfacher. Viele unterschätzen, wie anstrengend Radfahren tatsächlich sein kann. Gerade beim Indoor-Cycling zeigt sich das deutlich: Die Belastung fühlt sich oft kontrollierter an als beim Laufen, weil der Körper nicht durch Aufprallbewegungen gestört wird. Erst nach dem Training wird vielen bewusst, wie intensiv die Einheit wirklich war.

Beim Laufen hingegen fühlt sich die Anstrengung oft sofort härter an – vor allem durch die direkte Belastung auf Gelenke und Muskeln. Der Unterschied liegt also weniger im Effekt, sondern in der Wahrnehmung.

Mehr Leistung bei weniger Belastung

Ein großer Vorteil des Radfahrens liegt in der geringeren Belastung für die Gelenke: Ohne harte Aufpralle wird der Körper geschont, während gleichzeitig die Ausdauer trainiert wird. Das ermöglicht längere Einheiten, mehr Trainingsvolumen und einen gezielten Aufbau der Fitness, ohne den Körper zu überlasten.

Wer denkt, Radfahren sei automatisch leicht, liegt falsch. Mit der richtigen Einstellung kann es genauso fordernd sein wie ein Lauftraining: Widerstand erhöhen, Tempo variieren, Intervalle einbauen – all das macht das Training intensiver. Wer sich fordert, kann mit dem Rad genauso ins Schwitzen kommen wie beim Joggen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.03.2026, 11:40, 20.03.2026, 11:35
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