Der angenehm große "Blacky" war bestimmt auch einmal ein unbeschwerter und pfiffiger Welpe, bis er von einem zum anderen Besitzer gereicht wurde. Wie ein Flohmarkt-Stofftier behandelt, landete er im Frühjahr 2024 zum Glück im Assisi-Hof in Stockerau. Glück? Ja, denn dort würde er niemals aufgegeben werden, auch wenn er aufgrund seiner -zig Vertrauensbrüche vom Menschen schon ziemlich die Nase voll hatte.
Als er 2024 auf den Tierschutzhof kam, war er mit der Situation und einem erneuten Umgebungswechsel völlig überfordert. Berührungen fand er gruselig und zeigte auch schon mal seine Zähne, wenn man sich ihm nähern wollte. Wie sollte er denn auch wieder Vertrauen fassen, wenn er jedes Mal enttäuscht wurde? Zum Glück wusste die erfahrene Hundetrainerin Viktoria Telloglou auch mit solchen Hunden umzugehen und kämpfte sich langsam in das vernarbte Herz des schwarzen Hundes.
„Es hat ein Mensch an seiner Seite gefehlt, der ihm Sicherheit gibt und da, wo nötig – auch mal Grenzen setzt“Viktoria TelloglouHundetrainerin
Nach unzähligen Trainingseinheiten, viel Ruhe, viel Liebe und viel Routine zeigt Blacky nun eine ganz andere Seite: Ein richtiger Wiffzack ist der "Blacky" und liebt Spielzeug ebenso wie Futter als Trainingsmotivation. Trotzdem ist er natürlich kein Hund für jeden und braucht unbedingt Halter mit Erfahrung, die nicht sofort die Flinte ins Korn werfen, wenn "Blacky" aus Unsicherheit ein leichtes Brummen von sich geben sollte.
„Blacky reagiert äußerst sensibel, wenn man ihn aus seiner Komfortzone drängt. Plötzliche Bewegungen oder ungewohnte Situationen verunsichern ihn.“
"Blackys" Wunschliste:
- Ein ländliches Zuhause ohne den Trubel der Stadt.
- Keine Kinder oder Kleintiere: Im Haushalt sollten keine Kinder, Katzen oder Kleintiere leben.
- Geduld beim Alleinbleiben: Wegen seiner Vergangenheit leidet Blacky unter Trennungsangst und muss das Alleinbleiben erst langsam lernen.
- Sportliche Begleitung: Er liebt ausgedehnte Spaziergänge und möchte sich richtig auspowern.
Blacky wird deshalb schrittweise und in Begleitung der Trainerinnen an sein neues Zuhause gewöhnt. Interessenten sollten bereit sein, den Rüden vorab regelmäßig auf dem Assisi-Hof in Stockerau zu besuchen, um eine echte Bindung aufzubauen. Er ist aber natürlich vollständig geimpft, kastriert und körperlich bei bester Gesundheit.
Für einen Hund wie "Blacky" ist es natürlich doppelt wichtig, sicherzustellen, dass er nicht wieder abgegeben wird, weshalb der Österreichische Tierschutzverein hier darauf achtet, dass die Chemie zu 100 Prozent passt.