Tierischer Gesang

Ku-Kuck, Ku-Kuck - ruft es schon aus dem Wald?

Vogelschutzorganisation BirdLife ruft zur alljährlichen Mitmachaktion "Wer hört den ersten Kuckuck?" auf.
17.03.2026, 09:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wenn man den Kuckuck hört, ist der Frühling definitiv im Anrollen - zumindest behauptet das nicht nur das bekannte Kinderlied. Das klare "Gu-Kuh" aus den Gärten, Wiesen und Wäldern möchte aber auch anerkannt werden, denn immerhin ist der Bestand des beliebten Vogels in den letzten Jahren um fast die Hälfte in Europa zurückgegangen.

Ebendarum setzt Vogelschutzorganisation BirdLife auf die Mithilfe der Bevölkerung, um ein detailliertes "Monitoring" in Österreich zu gewährleisten. Wer den Kuckuck hört, soll dies bitte HIER eintragen!

Der Vogel aus der Wüste

Ab Anfang April trifft der Kuckuck (Cuculus canorus) nach seiner langen Reise aus dem Überwinterungsgebiet südlich der Sahara wieder in Österreich ein. Sein markanter Ruf dient den Männchen dazu, ihre Reviere abzustecken.

„Der erste Ton ist stets höher als der Zweite“
Evelyn HoferVogelschutzorganisation BirdLife

Währenddessen sind die Weibchen auf der Suche nach geeigneten Wirtsnestern. Denn der Kuckuck ist Österreichs einziger Vogel, der seine Eier nicht selbst ausbrütet, sondern sie anderen Arten zum Brüten und Aufziehen "anvertraut".

In den letzten 40 Jahren ist sein Bestand in Europa um mehr als 40 % zurückgegangen. Auch in Österreich gibt es heute rund 30 % weniger Kuckucke als noch Ende der 1990er-Jahre. Nach einem Rückgang bis etwa 2010 dürfte sich der Bestand derzeit auf einem Niveau von etwa 100.000 bis 150.000 Vögeln stabilisiert haben.

Mit folgenden Hecken förderst du den Vogelreichtum in deinem Garten:

Großer Hunger und Klimawandel

Der Kuckuck ernährt sich vor allem von großen Insekten, insbesondere von Schmetterlingsraupen, deren Bestände durch Pestizideinsatz und das Verschwinden von Nahrungspflanzen zurückgehen.

Auch die Klimakrise könnte eine Rolle spielen. Viele Wirtsvogelarten sind Kurzstreckenzieher und kehren aufgrund wärmerer Witterungsverhältnisse tendenziell früher aus ihren Winterquartieren zurück. Beim Kuckuck als Langstreckenzieher wird der Zeitpunkt der Rückkehr jedoch eher durch angeborene innere Rhythmen bestimmt. Dadurch könnte es passieren, dass er zu spät im Brutgebiet eintrifft, um noch geeignete Nester für seine Eiablage zu finden.

„Um solche Veränderungen besser zu verstehen, sind langfristige Beobachtungen entscheidend. Mit der Meldung Ihres ersten rufenden Kuckucks helfen Sie dabei, wichtige Daten zur Ankunft dieses faszinierenden Vogels zu sammeln“

Jetzt mitmachen und den ersten Kuckucks-Ruf einfach melden, egal wo man ist. Damit wird ein wertvoller Beitrag zum Tier- und Umweltschutz sowie zur Erforschung geleistet.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 17.03.2026, 09:48
Jetzt E-Paper lesen