Spazierengehen klingt nach dem einfachsten Fitness-Plan der Welt: Schuhe an, rausgehen, fertig. Kein teures Studio, kein Equipment, keine komplizierten Regeln. Und trotzdem ist ein flotter Spaziergang viel mehr als nur "ein bisschen Bewegung": Wer regelmäßig geht, bringt Herz und Kreislauf in Schwung, kurbelt den Stoffwechsel an und tut auch dem Kopf etwas Gutes. Frische Luft, Tageslicht und ein gleichmäßiger Rhythmus können Stress abbauen, die Stimmung heben und den Körper ganz nebenbei stärken.
Experten empfehlen, mindestens fünfmal pro Woche rund 30 Minuten in einem zügigen Tempo unterwegs zu sein. Das klingt machbar – und ist es auch. Ob in der Mittagspause, am Abend nach der Arbeit oder als Wochenend-Ritual: Jeder Schritt zählt. Viele orientieren sich dabei an etwa 7.000 bis 10.000 Schritten pro Tag, doch auch weniger ist besser als gar nichts. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit – und dass du dich dabei wirklich bewegst, nicht nur "schlenderst".
Viele gehen zwar fleißig ihre Runde, nehmen ihrem Körper dabei aber einen großen Vorteil weg – weil sie die Arme nicht mitschwingen lassen. Denn eigentlich ist Gehen ein Zusammenspiel aus Beinen, Rumpf und Armen: Wenn deine Arme still bleiben, fehlt dem Körper ein Stück natürliche Balance. Der Bewegungsablauf wird steifer, die Haltung kippt leichter nach vorn und du merkst nach einiger Zeit vielleicht genau das, was viele kennen: ein verspannter Nacken, harte Schultern oder das Gefühl, schneller müde zu sein.
Wenn du die Arme locker mitschwingen lässt, läuft dein ganzer Körper gleichmäßiger. Du gehst stabiler, rhythmischer und oft sogar automatisch ein wenig aufrechter.
Auch die Energieeffizienz verbessert sich: Dein Gang wird "runder", du brauchst weniger Kraft pro Schritt und hältst länger durch. Besonders auf unebenem Boden oder bei schnellerem Tempo sorgt das Mitschwingen außerdem für mehr Gleichgewicht und Stabilität. Und nicht zu unterschätzen: Die Wirbelsäule wird entlastet, weil die Bewegung harmonischer verteilt ist – das kann Nacken und Schultern spürbar entspannen.
Wer die Arme bewusst mitnimmt, geht meist dynamischer – und verbrennt dadurch auch etwas mehr Energie. Vor allem fühlt es sich einfach leichter an: Der Körper kommt in einen natürlichen Flow, du findest schneller dein Tempo und bist nach dem Spaziergang nicht "ausgelaugt", sondern angenehm aktiviert.
Wichtig ist, dass du deine Arme locker neben dem Körper mitschwingen lässt – so, wie es sich natürlich anfühlt. Ein leichter Winkel im Ellbogen reicht völlig. Die Hände bleiben entspannt und die Schultern locker. Spazierengehen soll schließlich genau das bleiben, was es ist: unkompliziert und gut für dich.