Mehr als 3.000 Euro zahlte die vierköpfige Familie K. für eine Woche im angeblich luxuriösen Salzburger Hotel eighteen86. Statt Ruhe, Erholung und gemütlicher Familienzeit wurden sie von einem Schock nach dem anderen überrascht – von muffigen Gerüchen bis hin zu ungebetenen Gästen im eigenen Zimmer.
"Als wir uns beim Hotel über die Zustände beschwerten, kam tagelang keine Antwort", erzählt Vater Willy K. (43) aus Frankfurt. Erst nach hartnäckigem Nachhaken bot das Hotel eine Entschädigung von 78 Euro an. "Eine Frechheit", empört sich seine Frau (37). Auch das zweite Angebot – 471 Euro – konnte die Familie nicht beruhigen.
Die Hintergründe des Streits sind haarsträubend: "Online sahen die Bilder sehr schön und sauber aus", erzählt Willy K. im Gespräch mit "Heute". Doch kaum betraten sie das Hotel, schlug ihnen ein muffiger Geruch entgegen. Von da an häuften sich die schlechten Erfahrungen Schlag auf Schlag: Die Schlüsselbox für die Zimmertüre brach sofort ab, als sie den Schlüssel herausnahmen. Im Hotelzimmer sammelte sich Staub, in den Schubladen lagen benutzte Fake-Wimpern – und auf dem Boden des Kinderzimmers lag ein gerollter Joint.
"Der absolute Höhepunkt war, als mitten in der Nacht ein Fremder im Zimmer stand", schildert der Frankfurter erschüttert. Offenbar funktionierten die Zimmerschlüssel für mehrere Räume. Auch das Frühstücksbuffet konnte die Familie nicht versöhnen, schimmlige Früchte und schmutziges Geschirr gehörten zur Tagesordnung. Für den vierstelligen Preis seien solche Zustände schlichtweg inakzeptabel, so Willy K.: "Wir haben für das Hotel viel gezahlt, das waren keine Dumpingpreise. Wir hatten gehofft, dass wir zumindest eine Nacht gratis oder einen gescheiten Preisnachlass bekommen", ergänzt seine Frau.
Auf Nachfrage von "Heute" erklärte the eighteen86, dass man sich des bestehenden Optimierungsbedarfs bewusst sei und den Vorfall sehr bedaure. Kommunikationsprobleme hätten dazu geführt, dass die Gäste "zu hohe Erwartungen" an das Hotel gehabt hätten, die nicht erfüllt werden konnten. Bis Ende Jänner wolle man das Hotel jedoch "nachhaltig weiterentwickeln" und an Stellschrauben wie der Vermarktung, der Aufwertung der Zimmer oder der Managementstruktur drehen, um Gästen in Zukunft einen angenehmeren Aufenthalt zu gewähren.