Kanadischer Premier teilt aus:

"Welt voller Festungen ist einsame und ärmere Welt"

Kanada kritisiert Trumps Politik: Premier Carney warnt beim WEF in Davos vor Isolationismus und setzt auf neue Partnerschaften und Freihandel.
Newsdesk Heute
20.01.2026, 21:37
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Kanada teilt sich eine fast 9000 Kilometer lange Grenze mit den USA. Donald Trump hatte schon früher darüber fantasiert, aus dem Nachbarland einen US-Bundesstaat zu machen. Inzwischen schielt der MAGA-Anführer zwar ein Stück weiter, scheint von Grönland nahezu besessen zu sein, dennoch haben die Kanadier seine Aussagen nicht vergessen.

Dienstagnachmittag stemmte sich Kanadas Premierminister Mark Carney am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos entschieden gegen die erpresserische Polter-Politik Trumps.

"Alter Ordnung nicht nachtrauern"

Zu lange hätten mittelgroße Staaten wie Kanada unfaire Bedingungen seitens der USA hingenommen. Und jetzt würden Lieferketten, Zölle und Finanzinstitutionen auch noch als Waffen der Unterdrückung instrumentalisiert.

Doch jetzt müsse dieses Duckmäusertum vor Trump ein Ende haben. "Wenn wir nicht am Tisch sitzen, dann stehen wir auf der Speisekarte", schärft Carney nach. Die multilaterale Welt stehe vor einem Bruch: "Wir erleben das Ende einer angenehmen Fiktion und Beginn einer brutalen Realität. Die alte Ordnung wird nicht zurückkommen. Wir sollten ihr nicht nachtrauern. Nostalgie bringt sie nicht zurück".

Carney glaube aber, man könne daraus etwas Neues, besseres aufbauen und verweist unter anderem auf neue strategische Partnerschaften mit China und der EU. Er sei absolut gegen Zölle, bemühe sich stattdessen um mehr Freihandel.

Als einer der ersten Betroffenen von Trumps wirren Zoll-Hämmern habe Kanada sich nicht klein beigegeben, stattdessen auf der ganzen Welt neue Partnerschaften geschlossen. Die anderen Länder sollen laut Carney diesem Weg folgen: "Isolationismus ist nachvollziehbar – aber eine Welt voller Festungen ist eine einsame und ärmere Welt."

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.01.2026, 21:37
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