Dramatische Szenen am Hochficht: Mitten auf der Piste brach ein Skifahrer plötzlich zusammen – Herzstillstand. Sekunden zählten. Doch ein Mann reagierte geistesgegenwärtig und griff sofort zum Handy. Wie berichtet, war genau dieser Moment entscheidend für das Überleben von Rudi Pfoser (72).
Am Dienstag, dem 10. Dezember 2024, kollabierte der Skifahrer. Markus Mittermüller, damals an der Talstation im Einsatz, zögerte keine Sekunde, wählte den Notruf 144 und setzte damit die Rettungskette in Gang. Unter telefonischer Anleitung des Roten Kreuzes begann er gemeinsam mit weiteren Ersthelfern sofort mit der Reanimation.
Wenig später trafen die Sanitäter ein, kurz darauf landete auch der Notarzthubschrauber am Einsatzort. Doch es waren die ersten, entscheidenden Handgriffe – und der schnelle Notruf –, die dem 72-Jährigen das Leben retteten.
Jetzt wurde dem Retter genau jener Mobilfunkstandort, über den der lebensrettende Notruf abgewickelt worden war, offiziell gewidmet. Die Station am Dach der Hütte mit dem passenden Namen "Gasthaus zum Überleben" trägt jetzt den Namen von Markus Mittermüller.
Bei der Einweihung der Widmungstafel kam es zu einem besonders emotionalen Moment: Der Gerettete und sein Lebensretter standen sich wieder gegenüber. Die Begrüßung fiel herzlich aus, auch Freunde sowie beteiligte Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der ÖAMTC-Flugrettung waren vor Ort.
Die Widmung soll nicht nur an die Lebensrettung erinnern, sondern auch verdeutlichen, dass jede einzelne Mobilfunkstation Leben retten kann. Es war übrigens schon die dritte derartige Widmung in Österreich. Zuvor waren schon zwei weitere Ersthelfer ausgezeichnet worden, weil sie durch das Absetzen eines Notrufs via Handy Leben gerettet hatten.