Umarmungen und Tränen

"Können nichts tun": Nach Familientreffen starb Eveline

Ein Schicksal, das nahegeht: Eveline hatte keine Hoffnung mehr auf ein langes Leben. Ihr sehnlichster Wunsch: noch einmal essen mit ihren Liebsten.
Oberösterreich Heute
20.03.2026, 04:00
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Vergangenen August erkrankte die heute 66-Jährige schwer, das Krankenhaus wurde ihr Zuhause. Vor einiger Zeit mussten ihr die Ärzte dann eine Nachricht überbringen, die niemand hören möchte: Sie können nichts mehr für sie tun. Die Patientin wurde auf die Palliativstation verlegt.

Sie träumte nur von einem: in vertrauter Umgebung mit Familien und Freunden zusammen sitzen, lachen, erzählen – und Raclette essen.

Evelines Tochter kontaktierte den Welser Verein "Rollende Engel", um den Wunsch wahr werden zu lassen. Florian und Birgit machten sich schließlich auf den Weg und holten den Fahrgast im Spital ab.

Nach einem längeren Weg per Spezialvan ins Gebirge wartete daheim eine große Überraschung: Angehörige, bekannte und Nachbarn standen bereit, um die tapfere Kämpferin zu empfangen. Es gab zahlreiche Umarmungen, dazu Tränen der Freude, liebe Worte und ganz viel Wärme.

Das Wohnzimmer und der Wintergarten waren festlich gedeckt, die Öfen fürs Essen standen bereit. Alles war so, wie es sich die arg angeschlagene Frau gewünscht hatte. Dann noch ein besonderer Moment: Enkelin Annabell kam extra aus Kärnten angereist, im Gepäck eine Torte für ihre Oma. Es wurde ein Tag, der untermauerte, wie wertvoll gemeinsame Zeit ist.

Der Moment des Abschieds

Doch irgendwann kam der Moment des Abschieds. Es wurde stiller, die Stimmung gedrückter. Mehrere Gäste mussten sich setzen, weil die Emotionen so überwältigend waren. Allen war bewusst: Eveline könnte ihr Zuhause nie wieder sehen.

Dann ging es zurück. Im Krankenhaus angekommen bedankte sich die Patientin immer wieder bei den freiwilligen Helfern für den wundervollen Tag. Bitter: Nur rund 48 Stunden nach dem Ausflug ist die 66-Jährige gestorben.

Wer die wertvolle Arbeit der Welser unterstützen möchte, kann das hier tun.

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