Die Pläne liegen seit dem Sommer am Tisch, jetzt kommt Bewegung in die Sache: Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) hat sich inzwischen mit der Führung der oberösterreichischen Polizei getroffen. Dabei wurde klar signalisiert: Auch die Polizei steht hinter der geplanten Videoüberwachung an mehreren neuralgischen Punkten in Linz.
Erstens das Areal rund um den Linzer Hauptbahnhof inklusive Bahnhofspark. Der Innenbereich ist bereits überwacht, doch laut Raml verlagert sich die Kriminalität zunehmend nach draußen. Als größte Verkehrsdrehscheibe des Landes sei der Bereich besonders sensibel.
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Volksgarten
Zweitens der Volksgarten samt umliegenden Haltestellen. Der Bereich werde immer wieder als unsicher wahrgenommen, so der Sicherheitsstadtrat. Polizeiliche Schwerpunktaktionen gibt es dort bereits, Kameras könnten laut Raml das Sicherheitsgefühl weiter erhöhen und die Arbeit der Polizei erleichtern.
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Krempl-Hochhaus
Drittens steht das Gebiet rund um das Krempl-Hochhaus auf der Liste. Das Umfeld gilt seit Jahren als Drogenumschlagplatz, dazu kommen mehrere Berufsschulen in unmittelbarer Nähe. Schon im Vorjahr forderte der Linzer Gemeinderat per Resolution eine Videoüberwachung.
SPÖ-Kandidat Dietmar Prammer und Michael Raml von der FPÖ demonstrierten beim Thema Videoüberwachung schon vor der Bürgermeister-Wahl vor einem Jahr Einigkeit.
Nach dem Treffen mit der Polizei liegt der Ball nun beim Innenministerium in Wien. Dort wird das Anliegen aktuell geprüft. Eine offene Frage ist noch, wie hoch der Kostenanteil des Bundes ausfällt. Ohne finanzielle Beteiligung aus Wien wird das Projekt kaum umzusetzen sein. Geht alles nach Plan, könnte es im Frühjahr grünes Licht geben – und Linz bald deutlich öfter unter Kamera-Augen stehen.