Nachthimmel leuchtet

Sternschnuppen im Juli: Alle Himmels-Highlights

Von den Delta-Aquariden bis zum "Goldenen Henkel": Im Juli erwarten dich zahlreiche spannende Begegnungen am Nachthimmel.
Heute Life
06.07.2026, 09:45
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Wer in den kommenden Wochen abends den Blick nach oben richtet, hat gute Chancen auf spektakuläre Himmelsereignisse.

Gleich mehrere Sternschnuppenströme, ein gut sichtbarer Komet und ein faszinierendes Mondphänomen sorgen bis Mitte August für jede Menge Highlights am Nachthimmel.

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Den Anfang machen derzeit die Alpha-Capricorniden, die bis Mitte August über den Himmel jagen. Der Höhepunkt verschmilzt oft mit anderen Strömen und findet in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli statt.

Sie sind zwar deutlich seltener, überraschen dafür aber immer wieder mit besonders hellen und langsam ziehenden Feuerkugeln. Mit rund 5 Meteoren pro Stunde ist der Strom zwar schwach, liefert aber "Qualität vor Quantität".

Ob mit Teleskop oder freiem Auge – der Juli bietet für alle Gegebenheten etwas an.
Getty Images/iStockphoto

Die Delta-Aquariden sind laut dem Portal "Heute am Himmel" vom 12. Juli bis 19. August aktiv. Die Sternschnuppen entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Kometen 96P/Machholz durchquert.

Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht auf den 30. Juli. Unter idealen Bedingungen wären bis zu 25 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Allerdings sorgt der Vollmond am 29. Juli dafür, dass der Himmel stark aufgehellt wird und viele der schwächeren Meteore unsichtbar bleiben.

Bereits ab etwa 16. Juli nimmt außerdem die Aktivität der berühmten Perseiden spürbar zu. Die Erde nähert sich dann der Staubspur des Kometen Swift-Tuttle, wodurch gegen Monatsende immer mehr Sternschnuppen zu sehen sind. Ihr großes Finale folgt erst in der Nacht vom 12. auf den 13. August.

Aber: Dank Neumond bleibt der Himmel dunkel, sodass bei klarem Wetter fernab künstlicher Lichtquellen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden können.

"Goldener Henkel" und naher Komet

Ein weiteres Highlight wartet am 24. Juli zwischen 2:.30 Uhr und Mitternacht auf Mond-Fans. Dann zeigt sich der sogenannte "Goldene Henkel". Dabei entsteht an der Licht-Schatten-Grenze des Mondes ein leuchtender Bogen, der scheinbar in die dunkle Mondseite hineinragt.

Verantwortlich dafür ist das Zusammenspiel von Bergketten auf dem Mond und dem flachen Sonnenstand. Das faszinierende Lichtspiel tritt zwar jeden Monat auf, ist von Mitteleuropa aus wegen Wetter und Mondposition aber nur etwa sechs Mal pro Jahr gut zu beobachten.

Wer lieber nach Kometen Ausschau hält, hat ebenfalls gute Karten: Noch bis 29. Juli lässt sich der Komet 10P/Tempel 2 mit Fernglas oder Teleskop beobachten. Er umrundet die Sonne alle 5,36 Jahre und kommt der Erde heuer vergleichsweise nahe. Dadurch zählt 2026 zu den besten Beobachtungsjahren für den Schweifstern. Um welche Uhrzeit er am besten zu sehen sein wird, siehst du HIER.

Ein zusätzlicher Bonus für alle Sternengucker: In der zweiten Julihälfte endet in Österreich die Mitternachtsdämmerung. Damit wird es nachts wieder richtig dunkel.

Rund um den 21. Juni herrscht beispielsweise in Wien zwischen ca. 00:30 Uhr und 01:30 Uhr Sommerzeit echte astronomische Nacht. Der Himmel wird in dieser Zeit (wolkenlose Sicht vorausgesetzt) für das Auge maximal dunkel

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.07.2026, 09:45
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