Rätselhaftes Echo aus dem All

Mond sendet ungewöhnliche Signale

Forscher haben am Jupitermond Europa mit Radarwellen neue, überraschende Entdeckungen gemacht und erhalten so tiefe Einblicke ins Eis.
Heute Life
18.06.2026, 21:15
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Über viele Jahre hinweg haben Astronomen die eisbedeckte Oberfläche des Jupitermondes Europa mit Radarwellen untersucht. Ziel ist es, mehr über den geheimnisvollen Himmelskörper herauszufinden, der unter seiner dicken Eisschicht einen riesigen Ozean verbergen könnte.

Derzeit ist die NASA-Sonde 'Europa Clipper' auf dem Weg, um ab 2030 detaillierte Daten zu liefern.

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Bis zum Eintreffen der Sonde analysierten Forscher zwischen 2011 und 2024 mit dem Goldstone Solar System Radar und dem Green Bank-Radioteleskop die Reflexionen der Radarwellen. Die erhaltenen Signale zeigten Besonderheiten, die sich klar von ähnlichen Messungen anderer Himmelskörper unterscheiden.

Wie t-online unter Berufung auf das National Radio Astronomy Observatory berichtet, dringen die Radarwellen tief ins Eis ein und werden dort mehrfach reflektiert.

Dieser sogenannte kohärente Rückstreueffekt sorgt dafür, dass besonders starke Radar-Echos entstehen und liefert Hinweise darauf, wie durchlässig das Eis für Radarstrahlung ist.

Neue Erkenntnisse für kommende Missionen

Die aktuellen Messungen ermöglichen es Forschern, besser abzuschätzen, wie tief Radarinstrumente künftiger Raumsonden wie 'Europa Clipper' unter die Oberfläche blicken können.

Auch ein Vergleich mit älteren Daten aus den 1980er- und 1990er-Jahren zeigte eine hohe Übereinstimmung und deutet darauf hin, dass Europas Eisschicht seit Jahrzehnten ähnliche Eigenschaften aufweist.

Die neuen Erkenntnisse helfen dabei, die Auswertung künftiger Sondendaten zu verbessern und das Verständnis des exotischen Mondes weiter zu vertiefen. Ob sich unter dem Eis tatsächlich lebensfreundliche Bedingungen verbergen, bleibt jedoch weiterhin offen und soll durch kommende Forschungen geklärt werden.

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